Neuschnee und Lawinen-Gefahr
In den letzten Tagen hat der Winter seinen Vormarsch in den Schweizer Bergen fortgesetzt. Nach weiteren Niederschlägen lagen am Montag auf 2500 Metern bereits bis zu 80 Zentimeter Schnee. Lawinenforscher warnen vor Schneebrettgefahr. Sieben Alpenpässe wurden gesperrt.
Laut Mitteilung des Eidgenössischen Institutes für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos lag am Montag im Norden oberhalb von rund 1800 Metern und im Süden oberhalb von rund 2600 Metern eine zusammenhängende Schneedecke.
Im Gotthardgebiet, der Zentralschweiz, dem östlichen Alpennordhang, Nordbünden und Unterengadin wurden 30 bis 80 Zentimeter, im Berner Oberland und Mittelbünden 20 bis 40 Zentimeter und im Oberengadin, Tessin und dem südlichen Wallis zehn bis 30 Zentimeter gemessen.
Warnung vor Steilhängen
Schneebrettgefahr herrscht laut Lawineninstitut in höheren Lagen mit einer durchschnittlichen Schneehöhe von mehr als 40 Zentimetern, wo die Gelände-Unebenheiten bereits eingeschneit sind. Sehr steile Hänge sollten deshalb umgangen werden. Für die kommenden Tage wird aber nicht mit einem Anstieg der Lawinengefahr gerechnet.
Pässe gesperrt oder schneebedeckt
Auch die Strassen in den Schweizer Alpen waren von den Niederschlägen betroffen. Laut Verkehrsinfozentrale waren am Montagmorgen sieben Alpenpässe gesperrt. Es handelte sich um die Übergänge Flüela, Furka, Grimsel, Grosser St. Bernhard, Klausen, Nufenen und Susten. Im Laufe des Tages wurde der Flüela wieder für den Verkehr geöffnet.
Schneebedeckte Fahrbahnen wiesen zudem vorübergehend auch die Pässe Albula, Gotthard, Jaun, Lukmanier, Oberalp und Splügen auf. Auch die Zufahrten zu den Verladestationen der Furka-Oberalp-Bahn in Realp und in Andermatt waren schneebedeckt.
swissinfo und Agenturen
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