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Bundesrat und Parlament: Milosevic soll zurücktreten

Mitglieder einer Spezialeinheit schütteln Hände mit Demonstranten. Keystone

Das Aussenministerium (EDA) hat Slobodan Milosevic aufgefordert zurückzutreten. Man zeigte sich am Donnerstag-Abend (05.10.) überzeugt, dass Milosevic die Konsequenzen ziehen müsse. Weiter prüft die Regierung ob die Sanktionen aufgehoben werden sollen.

Die Präsidenten der beiden Räte haben am Freitagmorgen (06.10.) den demokratischen Kräften in Serbien ihre Unterstützung zugesagt. «Wir hoffen, dass die Armeeführung und die Polizeiorgane weiterhin besonnen bleiben und diesen Prozess nicht behindern. Wir erwarten gerne, dass Jugoslawien bald eine freie Republik in Europa sein wird», sagte Ständeratspräsident Carlo Schmid (CVP/AI).

Nationalratspräsident Hanspeter Seiler (SVP/BE) sagte, er hoffe, dass der begonnene Demokratisierungsprozess im Interesse des Volkes und im Interesse einer friedlichen Entwicklung in Südosteuropa erfolgreich weiter geführt werde.

Die Schweiz wird einen Teil der Sanktionen gegenüber Jugoslawien nächstens aufheben. Es sei am Bundesrat, die Aufhebung zu entscheiden, sagte Ruedi Christen, Informationsbeauftragter des EDA, am Freitag.

Gewisse Massnahmen blieben jedoch bestehen, so das Einfrieren der Konten von Milosevic-Angehörigen.

swissinfo und Agenturen

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