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Integration der Ausländer soll verbessert werden

Zur Förderung der Integration gehört auch die erleichterte Einbürgerung von jungen Ausländern. Die Landesregierung will im nächsten Jahr eine entsprechende Vorlage in die Vernehmlassung schicken. Keystone

Die Schweizer Regierung will die Integration der ausländischen Bevölkerung verbessern. Sprachförderung und erleichterter Zugang zum gesellschaftlichen Leben stehen im Vordergrund. Dafür sollen 10 Mio. Franken zur Verfügung gestellt werden.

Bundesrätin Ruth Metzler hat am Donnerstag (23.11.) vor der Eidgenössischen Ausländerkommission (EKA) die neue Integrationsförderung des Bundes für die Jahre 2001 bis 2003 vorgestellt.

Im Zentrum der Unterstützung stehen die Sprachförderung, der erleichterte Zugang zum gesellschaftlichen Leben und die Stärkung der Ausländerdienste. Dafür beantragt der Bundesrat dem Parlament für nächstes Jahr zehn Mio.Franken.

Der Bund will vor allem Akzente bei der Sprachförderung setzen. Dabei soll es sich nicht um die üblichen Sprachkurse handeln, sondern um Projekte, die sich praxisnah an schwer erreichbare Zielgruppen wenden. Vorgesehen sind etwa Kurse für Mütter von Kleinkindern, die Erziehungsfragen berücksichtigen oder die Weiterbildung fördern.

Hilfe im Alltag

Weiter will der Bund den Einsatz von Schlüsselpersonen der interkulturellen Arbeit in einem konkreten Projekt unterstützen. Diese sollen als Mediatoren Ausländerinnen und Ausländer informieren oder ihnen praktisch im Alltag bei Behördengängen, Arztbesuchen, bei der Jugendarbeit oder in Vereinen helfen.

Zudem werde die Landesregierung im nächsten Jahr eine Vorlage zur erleichterten Einbürgerung von jungen Ausländern in die Vernehmlassung schicken, sagte Metzler. Auf Grund der bisherigen Diskussion um die Integration habe die ausländische Wohnbevölkerung zuweilen den Eindruck erhalten, den Worten folgten keine Taten.

Allerdings zeige das gute Funktionieren der Schweiz, dass es starke Integrationskräfte gebe. Die Schweiz mit dem zweitgrössten Ausländeranteil in Europa habe keine Alternative zur Integration.

Diese habe Chancengleichheit für die ausländische Wohnbevölkerung zum Ziel, setze aber auch deren Bereitschaft zur Integration voraus. In der EKA war es im vergangenen Januar zum Eklat gekommen, nachdem der Bundesrat das EKA-Sekretariat dem Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) und damit dem Justizdepartement angegliedert hatte.

Der damalige Präsident, CVP-Nationalrat Fulvio Caccia, sowie die Gewerkschaftsvertreter und Ausländer-Organisationen traten darauf zurück. Sie hatten die Nähe zum BFA als falsches Signal in Richtung Repression bezeichnet.

swissinfo und Agenturen

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