Jetzt lehnt auch die Westschweiz die Europa-Initiative ab
Zehn Tage vor der Abstimmung über die Initiative "Ja zu Europa!" gibt es jetzt auch in der Romandie, die als eher "pro-europäisch" gilt, mehr Nein-Sager als Ja-Sager. Landesweit lehnen 46,1% der Stimm-Berechtigten das Begehren ab. 33,4% sind dafür, 20,5% sind unentschlossen.
Diese Ergebnisse ergaben eine Umfrage des Instituts Konso im Auftrag des West-Schweizer Fernsehens und Westschweizer Radios. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch (21.02.) veröffentlicht. Befragt wurden zwischen dem 12. und dem 17. Februar 2001 insgesamt 1’292 stimmberechtigte Personen.
Stimmungswandel
Im Januar hatten sich in einer vergleichbaren Befragung die Romands noch mit über 60% für die Europa-Initiative ausgesprochen. Heute sind es bloss noch 47%. In der deutschen Schweiz und im Tessin stellen die Ja-Sager noch 25%.
Das Hauptargument der Nein-Sager lautet, die bilateralen Verträge reichten aus, um die Beziehungen zwischen der Schweiz und Europa zu regeln.
Die Initiative «Ja zu Europa!» verlangt, dass der Bundesrat ohne Verzug Beitritts-Verhandlungen mit der EU aufnimmt.
swissinfo und Agenturen
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