
Leichter Vorsprung für Mehrwertsteuer-Erhöhung
Wäre am 16. August über die Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung IV abgestimmt worden, hätten die Befürworter der befristeten Erhöhung der Mehrwertsteuer mit 51% gewonnen.
Die Vorlage, die am 27. September zur Abstimmung kommt, wäre von 27% der Stimmbürgerinnen und –bürger abgelehnt worden. 22% zeigten sich noch unentschlossen.
Dis zeigt die Umfrage der SRG SSR idée suisse, die das Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 10. und 15. August bei 1223 stimmberechtigten Personen in allen Landesteilen durchgeführt hat.
Die Anhänger fast aller grosser Parteien stimmten der Vorlage zu. Nur bei der Schweizerischen Volkspartei (SVP), welche die Nein-Parole beschlossen hat, wird der Vorschlag abgelehnt.
Am stärksten ist das Ja im links-grünen Lager: bei den Grünen liegt es bei 71% und bei den Sozialdemokraten (SP) bei 59% (20% Nein). Die Christlichdemokraten (CVP) befürworten die Vorlage mit 58% (27% Nein), bei den Freisinnigen (FDP) sind 50% für die IV-Zusatzfinanzierung (28% Nein).
An der SVP-Basis überwiegt die Ablehnung: 43% würden Nein stimmen, 39% wären dafür.
In der Deutschschweiz hätten 55% des Stimmvolks mit Ja gestimmt, in der Westschweiz 40% und in der italienischsprachigen Schweiz hätten 34% zugestimmt.
Bei der zweiten Vorlage – Verzicht auf die allgemeine Volksinitiative – herrscht viel Skepsis und Unschlüssigkeit: Rekordhohe 41% hätten nicht gewusst, was sie stimmen sollten, 40% lehnten die Vorlage ab und 19% hätten mit Ja gestimmt.
swissinfo.ch und Agenturen



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