Nationalratsdelegation: Algerien noch wenig stabil
Eine Delegation der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats hat für fünf Tage Algerien besucht. Ziel der Reise war es, die politische Entwicklung im "Schlüsselstaat" des Maghreb zu erkunden.
Algerien bemühe sich um einen offenen, pluralistischen und demokratischen Weg, resümierte Delegationsleiter Walter Frey (SVP/ZH) am Freitag (13.10) die am Vortag beendete Reise. Es herrsche aber noch immer eine gespannte Atmosphäre, sagte der Nationalrat auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Von Stabilität könne angesichts des anhaltenden Terrors jedenfalls noch keine Rede sein.
Die unstabile Lage Algeriens hält noch immer ausländische Investoren ab. Deshalb führte die achtköpfige Delegation der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats in der algerischen Hauptstadt Algier zahlreiche Gespräche – unter anderem mit Wirtschaftsminister Hamid Temmar, den Vorsitzenden der beiden Parlamentskammern sowie Vertretern aller im Parlament vertretenen Parteien.
Auch hatte die Delegation Gelegenheit, mit Nichtregierungs-Organisationen und Chefredaktoren von algerischen Zeitungen die aktuelle Lage zu erörtern. Bei all diesen Treffen sei klar geworden, dass von einer jungen Demokratie wie Algerien keine Wunder zu erwarten seien, wie Frey ausführte. Der Weg hin zu Demokratie, Pluralismus und Marktwirtschaft sei aber eingeschlagen.
swissinfo und Agenturen
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