Gewinn der UBS im ersten Quartal
Die durch die Finanzkrise schwer gebeutelte Schweizer Grossbank UBS rechnet für das erste Quartal mit einem Milliardengewinn. Dies gibt sie vor der mit Spannung erwarteten Generalversammlung bekannt.
Das Ergebnis vor Steuern werde sich voraussichtlich auf mindestens 2,5Mrd. Schweizer Franken (1,7 Mrd Euro) belaufen, teilte das Unternehmen kurz vor der Generalversammlung mit.
2009 hatte die UBS im ersten Quartal unter dem Strich noch ein Minus von knapp 2 Mrd. Franken (1,3 Mrd. Euro) verkraften müssen und auch im Gesamtjahr Milliardenverluste verbucht.
Die Kunden zogen viele Gelder ab. Der Nettoabfluss von Neugeldern sei zum Jahresanfang im Vergleich zum Vorquartal erheblich zurückgegangen, hiess es am Montag.
Für die ersten drei Monate des laufenden Jahres rechnet der Vorstand noch mit einem Nettoabfluss von 8 Mrd. Franken in der Vermögensverwaltung & Swiss Bank, 7 Milliarden in der Vermögensverwaltung Amerika und 3 Milliarden im globalen Asset Management.
Der Quartalsbericht soll wie geplant am 4. Mai veröffentlicht werden. Die Generalversammlung findet am 14. April statt.
An dieser Versammlung sollen die Aktionäre die Geschäftsberichte der Jahre 2007, 2008 und 2009 annehmen und so den damaligen Chefs die so genannte Decharge erteilen.
Stimmen die Aktionäre zu, kann die Bank keine rechtlichen Schritte mehr gegen die früheren Verantwortlichen einleiten.
Zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer sind gegen eine Entlastung der UBS-Spitze, wie eine Umfrage des Schweizer Fernsehens zeigt.
swissinfo.ch und Agenturen
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