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UBS muss wegen Madoff-Affäre vor Gericht

Eine Gruppe von 80 UBS-Kunden hat bei einem Pariser Gericht Schadenersatzklage eingereicht. Die Kläger haben laut ihrem Advokat ihre gesamten Investitionen verloren, weil die UBS die Gelder in Vehikel des Finanzbetrügers Madoff platziert habe.

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu so einer Schadenersatzklage kommt: Anfang März hatte ein Gericht in Luxemburg eine auf den Madoff-Fall zurückgehende Schadenersatzklage von Anlegern gegen die Schweizer Grossbank abgewiesen.

Laut der jüngsten Klage in Paris hat die UBS den Madoff-Anlagefonds LuxAlpha als wenig riskant dargestellt und sich damit aus ihrer Verantwortung als Depotbank gestohlen sowie ihre Pflichten verletzt, sagte Anwalt Jean-Pierre Martel.

Zudem habe die UBS seine Klienten nicht darüber informiert, dass es sich um ein Vehikel von Bernard Madoff gehandelt habe. Seine Klienten fühlten sich von der UBS betrogen, so der Anwalt weiter. Die UBS war am Donnerstagabend für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Nach Angaben Martels muss die UBS am 25. Mai erstmals vor dem Handelsgericht in Paris zu der Klage Stellung nehmen. Anfang März hatte ein Handelsgericht in Luxemburg Klagen von geschädigten Anlegern für nicht zulässig erklärt.

Der US-Finanzjongleur Bernard Madoff war im Juni 2009 wegen des grössten Betrugs in der Finanzgeschichte verurteilt worden und sitzt im Gefängnis. Er hatte tausende Anleger über Jahre mit einem Schneeballsystem erleichtert. Das Geld – am Ende waren es zumindest auf dem Papier mehr als 60 Mrd. Dollar – ist weg.

swissinfo.ch und Agenturen

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