
Bern kann wieder hoffen

Der SC Bern gewann das Spiel am Dienstag 2:1 und konnte sich wieder etwas vom Strich retten. Lausanne musste sich vom ZSC geschlagen geben.
Nur wenige Stunden nach seiner offiziellen Ernennung stand der neue SC Bern-Trainer, der Kanadier Kent Ruhnke, an der Bande.
Bern zeigte im ersten Spiel nach der kurzen Fuhrer-Ära eine beherzte Leistung und kam nach drei Niederlagen in Folge wieder einmal zu einem Sieg – obwohl Ruhnke nicht viel verändert hatte. Gegenüber den Niederlagen am Wochenende gegen Lugano und Davos tauschte Ruhnke in zwei Sturmlinien bloss einen Flügel aus.
Juhlin (18.) und Laurent Müller (36.), der schon beim ZSC unter Ruhnke gespielt hatte, erzielten die wegweisenden Bern-Tore zur 2:0- Führung nach zwei Dritteln. Für Zug traf Todd Elik, der mit den Junioren Schumacher und Nüssli zusammen stürmte, eine Viertelstunde vor Schluss.
Bern beanspruchte beim Ruhnke-Debüt auch jenes Glück, das unter Riccardo Fuhrer oftmals gefehlt hatte. Unmittelbar vor Müllers 2:0 überstanden die Mutzen einer vierminütige Unterzahl. Und nach Eliks Anschlusstor besassen Joel Savage (52.) und Chris Tancill (58.) noch sehr gute Ausgleichschancen.
ZSC Lions – Lausanne: Orlandis Tore
3:2 siegten die Zürcher – allerdings sahen die 7416 Zuschauer im Zürcher Hallenstadion ein verrücktes Spiel. Die ZSC Lions führten nach fünf Minuten 2:0, dominierten bis zuletzt fast nach Belieben und mussten dennoch bis kurz vor Schluss um die zwei Punkte bangen. Erst Raffainers 4:2 35 Sekunden vor dem Ende raubte Lausanne die letzten Hoffnungen.
Diese Hoffnungen geschürt hatte zuvor Philipp Orlandi: Der 24-jährige Stürmer hatte die beiden fast einzigen Lausanne-Chancen genützt und zweimal einen Zwei-Tore-Vorsprung halbiert. Nach dem 2:3 im Powerplay in der 55. Minute lenkte Orlandi zweieinhalb Minuten vor Schluss einen Schuss Bieris noch an den Pfosten. Der Ausgleich kurz vor Schluss hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt! Mit einer vernünftigen Chancenauswertung hätte für die Lions am Dienstag ein Stängeli möglich sein müssen.
Noch ist es etwas früh, von einer Vorentscheidung im Strichkampf zu sprechen. Doch Bern ist nun etwas weiter vom ominösen Strich entfernt, der in wenigen Wochen über Playoff- oder Playout-Teilnahme entscheiden wird. Und Lausannes Rückstand auf Platz 8 beträgt nun fünf Punkte.
swissinfo und Agenturen

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