Fussball Nationalliga A, Vorschau: Kampf am Strich
Das Kuriosum der Schweizer Fussballmeisterschaft: nicht die Spitze interessiert, sondern der achte Platz. Um diesen kämpfen in der 18. Runde vor allem Zürich, Yverdon, Luzern und Aarau unter ex-Nati-Trainer Fringer.
Basel – Servette ( Samstag, 19.30)
Basels Trainer Gross erwartet von seiner Mannschaft eine klare Steigerung gegenüber der schwachen Darbietung gegen Yverdon (2:1). Allerdings werden die Basler, bei denen Ergic wahrscheinlich Magro im linken Mittelfeld ersetzt, hart um den Erfolg kämpfen müssen. Die Genfer haben mit dem 3:1-Sieg über die Grasshoppers Moral getankt und verfügen in Fournier über einen echten Winner-Typ.
Lausanne – Aarau (Samstag, 19.30)
Aarau-Trainer Fringer fordert aus den verbleibenden fünf Spielen drei Siege und ein Unentschieden, um die Finalrunde noch zu erreichen. Der gesperrte Fiechter, der bisher alle Partien bestritten hat, wird durch Baudry ersetzt. Somit muss der beste Aarauer Torschütze (fünf Treffer) in der Abwehr eingesetzt werden. Der bosnische Mittelfeldspieler Hamzic dürfte erstmals von Beginn weg zum Einstz kommen. Lausanne ist nach dem guten Saisonstart in ein Tief gefallen und wartet nun schon seit fünf Runden auf einen Erfolg.
Neuchâtel Xamax – Lugano (Sonntag, 14.30)
Neuchâtel Xamax hat am vergangenen Wochenende mit einem Erfolg über Servette überrascht. Lugano-Trainer Morinini muss nach den Sperren gegen Joël Magnin und Zagorcic sein Team umstellen. Rota spielt auf der Liberoposition, und Rothenbühler rückt für ihn neben Hoy ins zentrale Mittelfeld. Hinter dem Sturmduo Gimenez/Rossi (bisher 17 Saisontore) agiert Bastida.
Sion – St. Gallen (Sonntag, 14.30)
Bei Sion ist Enilton fraglich, nachdem sich der Brasilianer in Aarau eine
Oberschenkel-Zerrung zugezogen hat. Dafür ist Captain Piffaretti nach seiner Sperre wieder dabei. Unsicher ist, ob Regisseur Renou erstmals wieder von Beginn weg eingesetzt wird. Beim Meister steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Jairo, der an einer Entzündung an der Leiste leidet. Möglich, dass Trainer Koller den Brasilianer für das UEFA-Cup-Rückspiel gegen Brügge von nächster Woche schont.
Grasshoppers – Yverdon (Sonntag, 16.15)
Die Zürcher sind gegen Yverdon klar zu favorisieren. Die Grasshoppers haben auf dem Hardturm schon 26 Tore erzielt, während die Waadtländer auswärts schon 21 Gegentreffer kassierten. Allerdings scheint Yverdon zu einem Schlussspurt angesetzt zu haben. Aus den letzten fünf Partien hat die Mannschaft von Trainer Perret zehn Punkte geholt.
Luzern – Zürich (Sonntag, 16.15 Uhr – TV/SAT.1)
Strichkampf auf der Allmend. Die Innerschweizer warten seit dem 10. September (3:1 gegen Sion) auf einen Erfolg und haben die letzten drei Heimspiele verloren. Nun müsste eigentlich zumindest ein Punktgewinn möglich sein, denn Gegner Zürich hat auswärts in dieser Saison noch keinen Sieg erreicht. Bei Luzern ist noch ungewiss, ob Stürmer Frei mit dem Nachwuchs in der interregionalen 2. Liga spielt oder zur Mannschaft gegen Zürich gehört.
swissinfo und Agenturen
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