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Mindestens fünf tote Feuerwehrmänner

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. RTS

Bei einem Brand in einer Tiefgarage im Solothurnischen stürzte die Betondecke ein und begrub Feuerwehrleute im Einsatz, mindestens fünf sind tot.

Die Gründe für den Decken-Einsturz sind noch unbekannt.

Nach dem Brand und dem Deckeneinsturz in einer Tiefgarage im solothurnischen Gretzenbach wurden bis Samstagabend fünf Feuerwehrleute tot geborgen.

Für die letzten zwei noch nicht geborgenen Feuerwehrleute bestand kaum noch Hoffnung, waren doch alle Lebenszeichen verstummt. Die Bergung gestalte sich äusserst schwierig, da eine Betonplatte den Zugang zu ihnen versperre, erklärte Polizeisprecher Frank Wilhelm vor Ort.

Einsatz am frühen Morgen

Die Männer der lokalen Stützpunkt-Feuerwehr waren am frühen Samstagmorgen zu einem Brandherd gerufen worden. Mit Atemschutzgeräten drangen sie in die Tiefgarage einer Wohnsiedlung ein, wo drei Autos brannten. Dann stürzte nach einem grossen Knall innert weniger Sekunden die Decke der Garage über elf der Feuerwehrleute ein, wie Augenzeugen berichteten.

Drei Feuerwehrmänner konnten sich retten. Ein vierter wurde von Kameraden aus den Trümmern geborgen. «Der Funkkontakt hatte zunächst funktioniert, ist aber in der Zwischenzeit abgebrochen», sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Schwierige Arbeiten

Die Rettungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, weil die Trümmerteile der eingestürzten Decke kompakt ineinander verschachtelt waren. Mit schwerem Gerät und Spezialmaschinen musste das Material am Einsturzort schichtweise abgetragen werden. Den ganzen Nachmittag waren über 200 Personen im Einsatz.

Mit Schneidgeräten legten die Bergungskräfte anschliessend einen Korridor frei, um an jenen Ort vordringen zu können, an dem die sieben Vermissten vermutet wurden.

Care-Team für die Angehörigen

Über dem eingestürzten Teil der Tiefgarage befand sich ein Kinderspielplatz. Dort klaffte nach dem Einsturz der Betondecke ein bis zu drei Meter tiefer und 30 auf 30 Meter breiter Krater. Über die Gründe des Einsturzes ist bisher noch nichts bekannt, eine Untersuchung wurde eingeleitet.

Rund 100 Bewohner aus 33 Wohnungen der Siedlung wurden evakuiert. Sie konnten am Nachmittag wieder in ihre Wohnungen zurück. Im Einsatz standen auch ein Care-Team und ein Samariterverein, die die Angehörigen der Vermissten und die Feuerwehrleute betreuten.

swissinfo und Agenturen

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