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Russischer Triumph an der Tour de Suisse 2007

Wladimir Karpez auf dem Siegerpodium. Tour de Suisse

Die Entscheidung bei der 71. Tour de Suisse fiel im abschliessenden Zeitfahren. Während sich Fabian Cancellara den Tagessieg sicherte, feierte der Russe Wladimir Karpez den Gesamtsieg.

Gesamtzweiter wurde der Luxemburger Kim Kirchen. Den dritten Platz teilen sich die zeitgleichen Matteo Carrara (It) und Stijn Devolder (Be).

Fabian Cancellara beendete die Tour de Suisse so wie er sie begonnen hatte. Nach seinem Prologsieg gewann der Berner auch das abschliessende Zeitfahren in Bern.

Gewinner der Rundfahrt wurde der Russe Wladimir Karpez, der am letzten Tag Teamkollege Efimkin noch abfing.

Grosses Saisonziel erreicht

Das Zeitfahren in seiner engeren Heimat mit Start und Ziel beim Stade de Suisse war eines der grossen Saisonziele von Fabian Cancellara. Und wenn sich der 26-jährige Berner etwas vornimmt, setzt er das meistens erfolgreich um.

Der Weltmeister im Zeitfahren siegte souverän, 20 Sekunden vor dem Deutschen Andreas Klöden und 33 Sekunden vor dessen Landsmann Stefan Schumacher. «In der schönsten Stadt der Welt» vor den eigenen Fans zu gewinnen, so der Berner, sei etwas ganz Spezielles.

Ein nicht unerwarteter Gesamtsieger

Im Kampf um den Gesamtsieg setzte sich nicht unerwartet der Russe Wladimir Karpez durch. Als Gesamt-Dritter war er zum Zeitfahren angetreten, mit einer halben Minute Rückstand auf seinen Teamkollegen Wladimir Efimkin und sechs Sekunden hinter dem Luxemburger Kim Kirchen.

Als Etappen-Sechster war Karpez aber letztlich um über eine Minute schneller als Kirchen. Und dass Efimkin seine Gesamt-Führung würde abgeben müssen, war schon bei der Passage der ersten Zwischenzeit klar.

Der zweite russische Tour-Gewinner

Wladimir Karpez, wie Cancellara 26-jährig, errang somit schon seinen zweiten grossen Saisonsieg in einem Etappenrennen. Zuletzt hatte der Russe auch die Katalonien-Rundfahrt für sich entscheiden können.

Und er ist erst der zweite Russe nach Pawel Tonkow (1995), der die Tour de Suisse gewinnen konnte.

Doping-Kontrolle

Am Schlusstag der Tour de Suisse haben die «Vampire» des Weltverbandes UCI 47 Radprofis kontrolliert.

Die Blutwerte aller getesteten Athleten lagen in der Norm, so dass über keinen Fahrer eine vorsorgliche Sperre zum Schutze seiner Gesundheit verfügt werden musste.

Tour de Suisse im Jahr der Euro 08

Die Tour de Suisse des nächsten Jahres beginnt am 14. Juni in Langnau im Emmental und endet am 22. Juni in Bern. Den Höhepunkt wird am zweitletzten Tag das Bergzeitfahren von Altdorf auf den Klausen-Pass bilden.

Im selben Zeitraum wie die Tour de Suisse wird nächstes Jahr die Fussball-Europameisterschaft (Euro 08) durchgeführt.

Laut TdS-Sportdirektor Armin Meier hat die Terminüberschneidung bisher keinerlei Probleme mit sich gebracht. Die Etappenorte seien in kürzester Zeit gefunden worden.

Meier sieht für 2008 keine grösseren Schwierigkeiten, weil die Etappen der Tour de Suisse längst beendet sind, wenn die Fussballspiele am Abend beginnen.

swissinfo und Agenturen

Gesamtwertung:
1. Wladimir Karpez (Russland); 2. Kim Kirchen (Luxemburg); 3. Matteo Carrara (Italien) und Stijn Devolder (Belgien); bester Schweizer: Martin Elmiger (27.).

Sprintwertung:
1. Florian Stalder (Schweiz); 2. Luis Passamontes (Spanien); 3. René Weissinger (Deutschland).

Bergwertung:
1. Wladimir Gussew (Russland); 2. Daniel Navarro (Spaniel); 3. Marzio Bruseghin (Italien); bester Schweizer: Rubens Bertogliati (8.).

Punktewertung:
1. Daniele Bennati (Italien); 2. Fabian Cancellara (Schweiz); 3. Andreas Klöden (Deutschland).

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