Schweiz verurteilt Anschlag in Tel Aviv
Der Friedensprozess habe Hoffnung aufkommen lassen. Die palästinensische Seite müsse alles gegen den Terrorismus unternehmen, sagt das EDA.
Am Freitagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter im israelischen Tel Aviv in die Luft gesprengt. Vier Menschen starben, rund 50 wurden verletzt.
Der Waffenstillstand, den die Konfliktparteien am Treffen in Scharm el Scheich beschlossen hatten, habe die Hoffnung aufkeimen lassen, dass der Kreis der Gewalt aufgebrochen worden sei und der Friedensprozess wieder in Gang kommen könnte, sagte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag.
Barbarischer Akt
Das EDA anerkenne die Anstrengungen der palästinensischen Behörde, die terroristischen Aktivitäten einzudämmen. Diese Anstrengungen müssten aber auf ein Maximum verstärkt werden.
Nur so könnten die Netze der Gewaltanhänger neutralisiert und die Verantwortlichen «solcher barbarischen Akte» der Justiz übergeben werden, hiess es.
Weiter schreibt das EDA, dass der vollumfängliche Respekt des humanitären Völkerrechts seitens aller Parteien eine wesentliche Bedingung sei für eine dauerhafte Wiederaufnahme des Friedensdialogs.
Festnahmen
Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas den Bombenanschlag im israelischen Tel Aviv als Versuch von Terroristen verurteilt, den Friedensprozess mit Israel zu sabotieren. Israel forderte von Abbas, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen.
Inzwischen hat sich die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad hat sich zu dem Selbstmordanschlag in Tel Aviv mit vier Toten bekannt.
Wenige Stunden nach dem Selbstmordanschlag nahmen israelische und palästinensische Sicherheitskräfte acht Verdächtige fest, darunter zwei Brüder des Attentäters. Wer hinter der Tat stand, blieb zunächst unklar.
Einhellige Verurteilung
Russland hat den jüngsten Terroranschlag in Tel Aviv aufs Schärfste verurteilt. «Moskau fordert die palästinensische Führung dazu auf, alle Massnahmen zu treffen, um extremistische Aktionen zu verhindern», hiess es im russischen Aussenministerium.
Frankreich und Deutschland haben den Terroranschlag in Tel Aviv ebenfalls aufs Schärfste verurteilt und zur Fortsetzung der Friedensbemühungen in Nahost aufgerufen. Die EU rief die Konfliktparteien zu Besonnenheit auf.
swissinfo und Agenturen
Zweieinhalb Wochen nach dem Waffenstillstand zwischen Israel und den Palästinensern wurde erneut ein Selbstmord-Attentat in Israel verübt.
Beim Anschlag kamen vier Menschen ums Leben
Rund 50 wurden verletzt.
Der Anschlag wurde weltweit verurteilt.
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