EDU will mit Aufrecht in Zürich Fraktionsstärke erreichen
Die christlich-konservative EDU und die staatsskeptische Partei Aufrecht wollen bei den Zürcher Kantonsratswahlen im April 2027 eine eigene Fraktion bilden. Damit würde sich die EDU von der SVP-Fraktion lösen.
(Keystone-SDA) Für die Kantonsratswahlen rechnen die beiden Parteien mit 5 bis 7 Sitzen. Dies würde die Schaffung einer eigenen Fraktion mit dem Namen «EDU-Aufrecht» ermöglichen, teilten diese am Montag mit. Um im 180-köpfigen Zürcher Kantonsrat eine eigenständige Fraktion bilden zu können, sind mindestens 5 Sitze erforderlich.
Diese neue Fraktion würde sich für «wertkonservative und wirtschaftsliberale Anliegen» einsetzen und das bürgerliche Lager stärken, heisst es in der Medienmitteilung weiter.
Aktuell verfügt die EDU im Zürcher Kantonsrat über 3 Sitze. Roger Cadonau (Wetzikon), Hans Egli (Steinmaur) und Thomas Lamprecht (Bassersdorf) sind Teil der SVP-Fraktion im Kantonsparlament.
Die SVP des Kantons Zürich nimmt den Entscheid der EDU und Aufrecht zur Kenntnis, wie Präsident Domenik Ledergerber auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Das Ziel für die Kantonsratswahlen bleibe für die SVP unverändert, und zwar «eine starke bürgerliche Mehrheit im Kantons- und Regierungsrat».
Zusammenschluss auch bei Nationalratswahlen
Auch bei den Nationalratswahlen Ende Oktober 2027 kündigen EDU und Aufrecht eine Listenverbindung an. Damit wollen sie den Nationalratssitz von Erich Vontobel (EDU, Wolfhausen) sichern, wie sie schreiben.
Die beiden Parteien teilten viele politische Positionen, schreiben sie. Aufrecht entstand Ende 2021 aus dem staatsskeptischen Milieu der Gegner der Corona-Massnahmen.