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Adecco verliert und expandiert

Der Zustand von Stellenvermittlern wie Adecco sind klare Indikatoren für die Wirtschaftslage. Keystone Archive

Der weltgrösste Stellenvermittlungs-Konzern machte im Jahr 2001 6% weniger Gewinn - und will den deutschen Online-Personalvermittler jobpilot übernehmen.

Der Umsatz von Adecco stieg um 2% auf 27,2 Mrd. Franken, wie Adecco am Mittwoch mitteilte. Im 4. Quartal 2001 ging der Umsatz gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode allerdings um 12% zurück. Der Gewinn schrumpfte auf 702 Mio. Franken.

Schwaches 4. Quartal

Der Betriebsgewinn ging 2001 um 5% auf 1,2 Mrd. Franken zurück. Im 4. Quartal war ein Rückgang um 36% zu verzeichnen.

In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen sei man mit den Ergebnissen der verschiedenen Regionen zufrieden. Ausser Nordamerika konnten laut Adecco alle übrigen Regionen zum Umsatzwachstum 2001 beitragen.

«Wir erwarten ein schwieriges erstes, eventuell auch zweites Quartal 2002», sagte Adecco-Chef John Bowmer. Ab Mitte des Jahres rechne er mit einem leichten Wirtschaftsaufschwung.

Übernahme von jobpilot

Adecco will die am Neuen Markt in Frankfurt kotierte jobpilot übernehmen. Wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab, hat Adecco ein Übernahme-Angebot für alle ausgegebenen und ausstehenden Aktien des Online-Personalvermittlers jobpilot in Höhe von 5,30 Euro je Anteilsschein abgegeben. Der Kaufpreis entspricht einer Börsenkapitalisierung von rund 70 Mio. Euro (rund 103 Mio. Franken).

Der Abschluss des Übernahme-Angebots ist für April 2002 geplant. Die drei grössten Aktionäre der jobpilot AG, Vorstandsvorsitzender Roland Metzger, United Internet AG und Private Equity Bridge Finance, mit zusammen rund 69% des Aktienkapitals, hätten dem Verkauf ihrer Aktien an Adecco bereits zugestimmt, teilte jobpilot mit.

swissinfo und Agenturen

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