CS Group mit weniger Gewinn
Der Reingewinn der Credit Suisse Group hat sich von 5,6 Mrd. Franken im Vorjahr auf 1,6 Mrd. verringert. Per 1. Januar 2002 wurde die Struktur gestrafft.
Die Credit Suisse Group ist längst keine Bank mehr, sondern setzt sich aus verschiedenen Geschäfts-Einheiten zusammen: Credit Suisse First Boston, Credit Suisse Financial Services, Credit Suisse Banking, Winterthur Insurance, Winterthur Life & Pensions und Credit Suisse Privat Banking.
Zusammen verwalteten sie im Geschäftsjahr 2001 1425 Mrd. Fr. («Asset under Management», 2,4% mehr als im Vorjahr). Der Nettozufluss an Neugeldern betrug 66,4 Mrd. Fr., respektive 4,8% der verwalteten Vermögen.
Neue Strukturen seit Anfang Jahr
Doch die Struktur dieser Geschäftseinheiten kann ändern, letztmals Anfang 2002. Mit der Zusammenfassung in die zwei Geschäfts-Einheiten Credit Suisse Financial Services und Credit Suisse First Boston sollen Synergien in der Marktbearbeitung genutzt werden.
Die Ergebnisse der Credit Suisse Financial Services sind gemäss den vor dem 1. Januar 2002 gültigen Strukturen ausgewiesen worden.
Kosten einsparen
Die Investmentbank Credit Suisse First Boston erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 571 Mio. Franken, vor Berücksichtigung von Sonderkosten in der Höhe von 1,1 Mrd. Fr. sowie Abschreibungen. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 78 Prozent.
Die Sonderfaktoren stehen im Zusammenhang mit dem angekündigten Kostenspar-Programm sowie dem Vergleich mit amerikanischen Behörden im Falle von umstrittenen Zuteilungs-Praktiken bei Börsengängen. Ein Restrukturierungs-Programm soll zu einer tieferen und flexibleren Kostenbasis führen.
Financial Services: Weniger Gewinn
Der operative Gewinn bei der Geschäftseinheit Credit Suisse Financial Services sank zum Vorjahr um 24 Prozent auf 1,4 Mrd. Franken. Der Rückgang sei vor allem auf ein tieferes Finanzergebnis sowie auf Investitionen in den Aufbau des Geschäftes mit vermögenden Privatkunden in Europa zurückzuführen.
Die Credit Suisse Banking erzielte einen operativen Gewinn von 632 Mio. Franken und lag damit um 4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei der Credit Suisse Personal Finance resultierte ein operativer Verlust von 383 Mio. Franken.
Winterthur: Mehr Prämien
Das Bruttoprämien-Volumen der Winterthur Insurance erhöhte sich um 12 Prozent auf 18,4 Mrd. Franken. Der operative Gewinn lag mit 536 Mio. Franken um 28 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Winterthur Life & Pensions erhöhte das Bruttoprämienvolumen um 13 Prozent auf 17,4 Mrd. Franken. Der operative Gewinn ging um 5 Prozent auf 578 Mio. Franken zurück.
Die Credit Suisse Private Banking erzielte einen operativen Gewinn von 2,3 Mrd. Franken, 11 Prozent weniger als im Jahr 2000. Bei der Credit Suisse Asset Management ging der operative Gewinn um 5 Prozent auf 322 Mio. Franken zurück.
Branche bleibt attraktiv
Lukas Mühlemann, Präsident des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung der Credit Suisse Group, sagte zum Ergebnis: «Infolge des anspruchsvollen Marktumfeldes war 2001 für unser Unternehmen, wie für die gesamte Finanzdienstleistungs- Branche, ein schwieriges Jahr. Die fundamentalen Trends der Branche seien aber weiterhin attraktiv, meinte Mühlemann.
swissinfo und Agenturen
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