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Erfolgreich bei Jobsuche

Begehrt dank guter Ausbildung und Sprachkenntnissen: das entlassene Swissair-Personal. Keystone

Ehemalige Swissair-Angestellte finden rasch neue Stellen - vor allem in der Verwaltung oder in der Dienstleistungs-Branche.

Die ehemaligen Angestellten der Swissair Group verschwinden nach und nach aus den Arbeitslosen-Statistiken. «Die ehemaligen Angestellten der Swissair finden schnell eine neue Stelle, weil sie über gute Sprachkenntnisse verfügen und eine gute Ausbildung haben», sagt Alvin Hösli, Direktor des Arbeitsamtes des Kantons Zürich.

Die Kehrseite der Medaille: Sie machen anderen Arbeitslosen Konkurrenz, die über eine weniger gute Ausbildung verfügen.

Gemäss dem Arbeitsamt des Kantons Zürich waren von den 21’000 Schweizer Angestellten der Swissair Group 4860 Personen entlassen worden. Vor Weihnachten hatten die regionalen Arbeitsvermittlungs-Zentren (RAV) eine Rekordzahl von 1670 Stellensuchenden registriert, die Lieferanten der Swissair Group eingeschlossen.

Ende Januar hatten 668 Personen eine neue Stelle gefunden, davon 81% dank den RAV. Knapp einen Monat später waren immer noch 1392 Personen bei den Arbeitsvermittlungen eingeschrieben. 1162 bezogen Arbeitslosengelder, davon 127 ehemalige Angestellte der Zuliefer-Betriebe.

Dominoeffekt

«Mittlerweile haben mehr Personen eine neue Arbeit gefunden, als noch bei den RAV eingeschrieben sind», sagt Alvin Hösli.

In Genf haben die RAV 57 Swissair-Entlassene aufgenommen. Vier Personen konnten in der Stadt Genf weitervermittelt werden. Die übrigen haben selbst versucht, eine neue Stelle zu finden.

«Drei Stewards sind nun zum Beispiel bei EasyJet angestellt, die anderen haben sich nicht mehr bei uns gemeldet», erklärt Josiane Koehler, Leiterin des RAV in Genf-Rives.

Jobcenter immer noch gefragt

Von den rund 700 Personen, hauptsächlich Kabinenpersonal, die sich beim Jobcenter eingeschrieben hatten, haben 200 eine neue Arbeit gefunden. 250 Personen sind immer noch arbeitslos, und ein letztes Drittel versucht allein zurechtzukommen.

Die Stellenvermittlung am Balsberg in Kloten, die von der Swissair Group, dem Kanton Zürich und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) in unmittelbarer Nähe der Flughafens eröffnet worden ist, «empfängt jeden Tag ein bis zwei neue Stellensuchende», sagt deren Sprecherin Leonie Moroder.

swissinfo und Isabelle Carrel (sda)

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