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Presseschau vom 29.07.2003

Vorsichtig optimistisch beurteilen die Schweizer Zeitungskommentatoren den aktuellen Börsenaufschwung.

Doch noch sei es zu früh für Höhenflüge.

Die Schweizer Börse hatte am Montag ein neues Jahreshoch erreicht. Der TAGES-ANZEIGER hält dazu fest: «Das Vertrauen kehrt langsam zurück.» Und auch für die NEUE LUZERNER ZEITUNG gibt es «leise Hoffnung auf Aufschwung».

Die Erklärung für die kletternden Aktienkurse findet die NLZ in den Vereinigten Staaten:

«Amerika hat alle Schleusen geöffnet, um die ausgetrocknete Konjunkturlandschaft zu fluten: Massive Steuerentlastungen, rekordtiefe Zinsen und ein schwacher Dollar, der den Export stimuliert.»

Allerdings: «Wer jetzt aber bereits wieder die Bodenhaftung verliert und von riesigen Wachstumsraten träumt, wird ebenso hart landen, wie vor drei Jahren, als die New-Economy-Träume zu platzen begannen.»

Tendenzen in dieser Richtung ortet die AARGAUER ZEITUNG an der Wall Street: «Spekulieren ist wieder Mode. (…) Die Investoren glauben, fast risikolos Geld machen zu können – wenigstens für eine Weile.»

Die BERNER ZEITUNG hat ganz konkret die Internet-Firmen etwas genauer unter die Lupe genommen. Sie konstatiert: «Internet beginnt zu rentieren. (…) So bestellen Fans die neusten ‚Harry-Potter‘-Bücher lieber beim Onlinebuchhändler Amazon vor, als im traditionellen Buchhandel Schlange zu stehen.»

Weniger positiv bewertet der BLICK die Kurssteigerung eines anderen Unternehmens: der Swiss.

«Bern lässt Swiss fallen. Deutsche greifen schon zu», titelt das Blatt. Und weiter: «Ein grosser Fisch schnappt nach der Swiss.» Noch seien es zwar erst Gerüchte, schreibt der BLICK. Dennoch nennt er Namen: Käuferin sei die Deutsche Bank für die Lufthansa.

Von Basel nach Paris?

Das sommerliche Vorwahlkampf-Geplänkel findet natürlich auch in den Dienstagsausgaben der Schweizer Zeitungen wieder ausführlich Platz. Der BUND:

«Im Wahlkampf zählt nicht die Stilnote. Es geht nicht um die gepflegte Präsentation von Lösungen. Wahlkampf ist ein Spiel mit Emotionen, ein Spiel um Aufmerksamkeit. Ziel ist der Bauch, nicht der Kopf.»

Diese Reflexionen passen nicht nur zur Politik, sondern auch zum Sport. Es geht um den «Fall Yakin», so die BASLER ZEITUNG.

Geht Hakan Yakin vom FC Basel nach Paris oder geht er nicht? – Seit Tagen wird spekuliert. Die BAZ weiss: «Der FCB stellt eine Gegenofferte.»

Auch der BLICK geht davon aus, dass der Wechsel am «Tag fünf im Transfer-Affentheater um Hakan Yakin» noch nicht besiegelt ist.

Und der TAGES-ANZEIGER lässt Basel-Trainer Christian Gross zu Wort kommen: «Zu viel spricht gegen einen Wechsel.»

swissinfo, Eva Herrmann

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