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Dürre in der Schweiz: Das «Wasserschloss» Europas trocknet aus

Flüsse auf Rinnsale reduziert, ausgetrocknete Böden und Wälder, die mitten im Sommer schon herbstlich verfärbt sind: Diese Bilder zeigen die Auswirkungen einer der schlimmsten Dürren in der Schweiz der letzten Jahrzehnte.

Seit dem Frühling ist die Schweiz wie auch weite Teile Europas von einer aussergewöhnlichen Trockenheit betroffen. Zwischen dem 1. April und dem 31. Juli verzeichneten rund ein Fünftel der Schweizer Messstationen neue Niedrigwasserrekorde, wie aus aktuellen Daten des Bundesamts für UmweltExterner Link hervorgeht.

Im Juli waren 99% des Schweizer Staatsgebiets von Wasserknappheit betroffen, gemäss einer Analyse der Nachrichtenagentur AFPExterner Link auf der Grundlage des Dürreindikators des europäischen Programms Copernicus. In der ganzen Schweiz bleibt die Dürregefahr auf dem höchsten Stand (Stand 10. August).

Die Abflussmengen der Flüsse liegen unter den im Referenzzeitraum 1991–2020 gemessenen Minimalwerten. Die Situation ist besonders kritisch im Mittelland und im Jura.

In Basel lag der mittlere Abfluss des Rheins im Juli unter dem Wert, der während des Sommers 2003 – dem wärmsten in der Schweiz seit Beginn der Messungen im Jahr 1864 – verzeichnet wurde.

Auch zahlreiche Seen weisen für die Jahreszeit ungewöhnlich tiefe Pegelstände auf. Am 11. August lag der Wasserspiegel des Bodensees bei 394,97 Metern über Meer – das sind 27 Zentimeter weniger als der tiefste Wert, der im Zeitraum 1991–2020 gemessen wurde.

Die Folgen sind auf ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene spürbar. Die Trockenheit schädigt Kulturen und Weiden, setzt Wälder und aquatische Ökosysteme unter Druck, beeinträchtigt die Energieproduktion und schränkt die Wasserverfügbarkeit für die Bevölkerung ein.

Mehrere Gemeinden haben den Wasserverbrauch eingeschränkt und Verbote für das Bewässern von Gärten oder das Befüllen von Schwimmbädern erlassen.

In der zweiten Augusthälfte sind Gewitter und vereinzelte Niederschläge zu erwarten. Um den Dürrenotstand zu entspannen, werden jedoch ergiebige und anhaltende Regenfälle notwendig sein.

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In mehreren Regionen der Welt wird das Wasser immer knapper. Auch bei Ihnen? Was unternehmen Sie, um weniger zu verbrauchen?

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Editiert von Balz Rigendinger, Übertragung aus dem Englischen: Christian Raaflaub

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