Dürre in der Schweiz: Das «Wasserschloss» Europas trocknet aus
Eine Wiese am Ufer des Bielersees vor der Stadt Biel (Kanton Bern), 15. Juli 2026.
Keystone / Christian Beutler
Auf dem Untersee, dem westlichen Teil des Bodensees, in Mannenbach-Salenstein (Kanton Thurgau) auf Grund gelaufene Boote, 23. Juli 2026.
Keystone / Gian Ehrenzeller
Blick auf den Rhein in Stein am Rhein (Kanton Schaffhausen), 30. Juli 2026.
Keystone / Andreas Becker
Ausgetrocknetes Flussbett der Emme bei Aefligen (Kanton Bern), 13. Juli 2026.
Keystone / Anthony Anex
Ausgetrocknetes Flussbett der Töss in Tablat (Kanton St. Gallen), 27. Juli 2026.
Keystone / Gaetan Bally
Ein über dem Geisslibach gespanntes Netz schützt die Fische in Diessenhofen (Kanton Thurgau) vor der Sommerhitze, 30. Juli 2026.
Keystone / Andreas Becker
Der See von Les Brenets (Kanton Neuenburg) an der französisch-schweizerischen Grenze, 28. Juli 2026. Der See trocknet nicht nur aufgrund der Trockenheit aus, sondern auch wegen des ins Untergrund sickernden Wassers.
Keystone / Jean-Christophe Bott
Trockene Sportplätze in Bern, 27. Juli 2026.
Keystone / Christian Beutler
Algenteppich auf der Thur in Müllheim (Kanton Thurgau), 30. Juli 2026.
Keystone / Claudio Thoma
Ausgedörrte Felder in Wittinsburg (Kanton Basel-Landschaft), 7. August 2026.
Keystone / Georgios Kefalas
Kühe auf der Alp Suchet in Rances (Kanton Waadt), 11. August 2026.
Keystone / Laurent Gillieron
Weizenfeld im Val Müstair (Kanton Graubünden), 31. Juli 2026.
Keystone / Gian Ehrenzeller
Sonnenblumenfeld in Stammheim (Kanton Zürich), 30. Juli 2026.
Keystone / Andreas Becker
Ein Wald oberhalb von Tüscherz (Kanton Bern), 11. August 2026.
Keystone / Christian Beutler
Ein Wald oberhalb von Le Landeron (Kanton Neuenburg), 5. August 2026.
Fabrice Coffrini / AFP
Flüsse auf Rinnsale reduziert, ausgetrocknete Böden und Wälder, die mitten im Sommer schon herbstlich verfärbt sind: Diese Bilder zeigen die Auswirkungen einer der schlimmsten Dürren in der Schweiz der letzten Jahrzehnte.
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Ich berichte über Klimawandel und Energie in Form von Reportagen, Artikeln, Interviews und ausführlichen Berichten. Ich interessiere mich für die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das tägliche Leben und für Lösungen für einen emissionsfreien Planeten.
Ich reise und entdecke leidenschaftlich gern und habe Biologie sowie andere Naturwissenschaften studiert. Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich als Journalist für SWI swissinfo.ch.
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Ich habe einen Bachelor-Abschluss in Multimedia-Produktion und eine Ausbildung als Mediamatikerin absolviert.
Seit dem Frühling ist die Schweiz wie auch weite Teile Europas von einer aussergewöhnlichen Trockenheit betroffen. Zwischen dem 1. April und dem 31. Juli verzeichneten rund ein Fünftel der Schweizer Messstationen neue Niedrigwasserrekorde, wie aus aktuellen Daten des Bundesamts für UmweltExterner Link hervorgeht.
Im Juli waren 99% des Schweizer Staatsgebiets von Wasserknappheit betroffen, gemäss einer Analyse der Nachrichtenagentur AFPExterner Link auf der Grundlage des Dürreindikators des europäischen Programms Copernicus. In der ganzen Schweiz bleibt die Dürregefahr auf dem höchsten Stand (Stand 10. August).
Die Abflussmengen der Flüsse liegen unter den im Referenzzeitraum 1991–2020 gemessenen Minimalwerten. Die Situation ist besonders kritisch im Mittelland und im Jura.
In Basel lag der mittlere Abfluss des Rheins im Juli unter dem Wert, der während des Sommers 2003 – dem wärmsten in der Schweiz seit Beginn der Messungen im Jahr 1864 – verzeichnet wurde.
Auch zahlreiche Seen weisen für die Jahreszeit ungewöhnlich tiefe Pegelstände auf. Am 11. August lag der Wasserspiegel des Bodensees bei 394,97 Metern über Meer – das sind 27 Zentimeter weniger als der tiefste Wert, der im Zeitraum 1991–2020 gemessen wurde.
Die Folgen sind auf ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene spürbar. Die Trockenheit schädigt Kulturen und Weiden, setzt Wälder und aquatische Ökosysteme unter Druck, beeinträchtigt die Energieproduktion und schränkt die Wasserverfügbarkeit für die Bevölkerung ein.
In der zweiten Augusthälfte sind Gewitter und vereinzelte Niederschläge zu erwarten. Um den Dürrenotstand zu entspannen, werden jedoch ergiebige und anhaltende Regenfälle notwendig sein.
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