Schweizer Aussenhandel weiter auf Talfahrt
Der Aussenhandel der Schweiz ist weiter geschrumpft. Die Importe nahmen weniger stark ab als befürchtet, dafür lagen die Exporte wider Erwarten unter dem Vorjahreswert.
Betroffen waren vor allem die wichtigen Wirtschaftszweige Chemie und Elektronik.
Der Aussenhandel der Schweiz hat im ersten Halbjahr 2003 mit einem Überschuss von etwas mehr als einer Milliarde Franken abgeschlossen – und kam damit nicht in Schwung.
Die seit Mitte 2001 anhaltende Talfahrt bei den Importen wurde mit einem Minus von 3,6 Prozent nominal und 2,2 Prozent real jedoch leicht abgeschwächt.
Das gab die die Eidgenössische Zollverwaltung am Mittwoch bekannt. Besonders Investitionsgüter hätten unter einem Nachfrage-Rückgang gelitten.
Exporte unter Vorjahr
Wider Erwarten unterschritten nominal auch die Exporte den Vorjahreswert um 2,3 Prozent. Real resultierte eine leichte Zunahme von einem Prozent.
Das schwache Auslandgeschäft traf unter anderem die beiden grössten Branchen, die Chemiebranche sowie die Maschinen- und
Elektronikindustrie.
Juni-Handelsbilanz unter Druck
Die Handelsbilanz wies im ersten Halbjahr einen Überschuss von 3,1 Mrd. Franken aus.
Im Juni hat sich die Entwicklung verschlechtert: Die Importe gingen nominal um 7,7 und real um 6,8 Prozent zurück, die Exporte sanken nominal um 4,7 beziehungsweise 1,5 Prozent real.
Die Juni-Handelsbilanz schloss mit einem Plus von 1,1 Mrd. Franken.
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swissinfo und Agenturen
Die Aussenhandelsbilanz vergleicht den Wert der Exporte mit dem Wert der Importe, die während eines Jahres getätigt wurden.
Ist der Wert der Importe höher als jener der Exporte, ist sie negativ. Sind die Exporte höher als die Importe, ist sie positiv.
Die Schweizer Wirtschaft ist stark von den Exporten abhängig.
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