Über 10’000 Forderungen
Tausende von Gläubigern wollen Geld vom Swissair-Sachverwalter. Eine weitere Flut von Gesuchen wird in den nächsten Tagen erwartet.
Die Frist für die Forderungs-Anmeldungen beim Swissair-Sachverwalter Karl Wüthrich ist am Dienstag abgelaufen. Für die beiden Cargo-Gesellschaften Cargologic und Swisscargo können Anmeldungen bis am Mittwoch eingereicht werden.
Weitere Flut in den nächsten Tagen
Da das Datum des Poststempels gilt, erwartet der Sachverwalter und seine Partner in den nächsten Tagen nochmals eine Flut von Gesuchen. Diejenigen Gläubiger, welche die Frist einhalten, sind an der Gläubiger-Versammlung der vier Swissair-Gesellschaften SAirGroup, SAirLines, Swissair und Flightlease stimmberechtigt.
Das Ziel sei, im Juni die Versammlung durchzuführen, hiess es am Dienstag seitens der Anwaltskanzlei Wenger-Plattner, Partner von Wüthrich. Zuerst müsse jedoch die Masse an Anmeldungen gesichtet und verarbeitet werden. Für einen Gesamtüberblick sei es noch zu früh.
Am Freitag hatten von den rund 10’000 betroffenen Swissair- Angestellten noch nicht sehr viele geantwortet. Die für das Bodenpersonal zuständige Gewerkschaft VPOD erachtet dies nicht als dramatisch.
Die finanziellen Forderungen würden unabhängig von der Teilnahme an der Versammlung beglichen. Zudem seien die Personalabteilungen der Swissair-Betriebe, wo die Anmeldungen zentral verschickt werden, überlastet.
Suspense bis am Donnerstag
«Wir wissen nicht, wie der neue Name der schweizerischen Fluggesellschaft lautet», sagte ein Mitarbeiter der Anwaltskanzlei weiter. Ebensowenig habe die Crossair den Sachwalter Wüthrich in Bezug auf einen eventuellen Kauf der Marke Swissair angefragt.
Wenn der neue Name ähnlich laute wie der Name Swissair, dann werde der Sachwalter durch Markenrechts-Spezialisten abklären lassen, ob durch diese Wahl die Rechte der Swissair verletzt werden.
Die Crossair will am Donnerstag bekannt geben, wie die neue schweizerische Fluggesellschaft heissen soll. In den Medien wurde in den vergangenen Tagen der Name Swiss Airlines kolportiert, von der Crossair aber nicht bestätigt.
swissinfo und Agenturen
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