Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Für die Schweizer Wirtschaft sind die exorbitant teuren Kitaplätze zu einem Schadensfaktor geworden. Jetzt hat der Staat die Reissleine gezogen.
Mit besten Grüssen
770 Millionen Franken sprach das Schweizer Parlament zur Verbilligung der externen Kinderbetreuung.
Meine Kollegin und ihr Mann geben ihre zwei Kinder pro Woche für je zwei Tage in die Kita. Die übrigen drei Tage betreuen sie sie zuhause.
Das kostet sie nach Abzug der Subvention durch den Kanton immer noch 13% ihres gemeinsamen Einkommens, also fast ein Sechstel.
Das ist nicht nur für ihr Budget ein Problem, sondern auch für die Wirtschaft der Schweiz. Sie leidet unter akutem Fachkräftemangel. Nur: Horrende Kitakosten dürften Fachkräfte aus dem Ausland, die sich überlegen, mit ihren Familien in die Schweiz zu ziehen, nicht gerade ermutigen.
Nachdem der Staat die Hoheit jahrzehntelang den Kantonen überlassen hatte, hat er jetzt übernommen. Gegen Widerstand aus rechtsbürgerlichen Kreisen.
- Die Schweiz macht Kinderbetreuung zur Sache des Staats – Beitrag meiner Kollegen Balz Rigendinger und Samuel Jaberg.
- Der Fachkräftemangel ist erst der Anfang – Beitrag von unserer Datajournalistin Pauline Turuban.
- Die teuersten Kinderkrippen der Welt – swissinfo.ch-Archivbeitrag von 2015.
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Die Schweiz hat bald neun Millionen Einwohner:innen. Es brauche noch mehr Zuwanderung, sagt eine Forscherin.
Die rechtskonservative Schweizerische Volksparteimacht im Hinblick auf die Schweizer Parlamentswahlen von kommendem Oktober mit dem Thema Einwanderung mobil.
Doch: Für den Erhalt des Wirtschaftssystems und der Sozialwerke im Land sei Migration eine demografische Notwendigkeit, sagt Anita Manatschal, Professorin am Schweizer Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien an der Universität Neuenburg.
«Wir brauchen jetzt junge Arbeiter und Arbeiterinnen, die in unsere Sozialwerke einzahlen, wenn wir die Generationensolidarität gewährleisten und dereinst eine Altersrente beziehen wollen«, sagt die Professorin.
- 9-Millionen-Schweiz: «Die Migration ist eine demografische Notwendigkeit»Externer Link – das Interview mit der Migrationsexpertin auf Watson.
- Stimmung kippt – SVP winkt WahlsiegExterner Link – Umfrage von Tamedia von Ende Februar.
- Die Bevölkerung der Schweiz wächst – aber wie lange noch? – unser Beitrag von Januar.
955 Millionen Franken: Die Schweizer Exporte von Kriegsmaterial waren 2022 auf Rekordhoch.
Allen Vorschlägen und Forderungen zum Trotz: Soeben hat die kleine Kammer des Schweizer Parlaments klar Nein dazu gesagt, dass andere Länder Kriegsmaterial, das sie von der Schweiz gekauft hatten, an die Ukraine liefern dürfen.
Damit ist das Thema Weitergabe von Schweizer Waffen und Munition definitiv vom Tisch.
Das Nein könnte Konsequenzen haben, indem sich bisherige Abnehmerländer anderswo eindecken. Bei Ländern, die kein Weitergabeverbot kennen.
Doch vorerst klingeln die Kassen bei den Schweizer Herstellern von Rüstungsgüter, beträgt doch das Plus satte 30% gegenüber dem Vorjahr.
- Schweiz hat noch nie so viel Kriegsmaterial exportiertExterner Link – SRF News.
- «Wenn einem eine Patronenkugel entgegengeflogen kommt, auf der ‚Swiss made‘ steht, dann findet man nicht, dass die Schweiz neutral sei»Externer Link – Bericht in der Neuen Zürcher Zeitung (Paywall).
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Es herrscht noch winterliche Kälte – und bereits ist Dürre im Sommer ein Thema.
Der schneearme Winter in den Schweizer Bergen macht sich schon jetzt bemerkbar: Die Pegel von Seen und Flüssen im Land sind tief. Schlechte Vorzeichen, denn im Falle eines Hitzesommers könnte dem Land eine Dürre drohen.
Deshalb fordert jetzt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) verbindliche Konzepte für einen Hitzesommer.
Gemeinde und Kantone sollen für den Fall einer Trockenheit die Kontingentierung von Wasser festlegen.
Mit anderen Worten: Es sind präventive Verfahren gefordert, damit eine allfällige Wasserknappheit nicht zu einem Streit eskaliert.
- Wer kriegt Wasser? Berggebiete fordern Strategie für Dürre-SommerExterner Link – Bericht im Blick.
- Grosse Trockenheit in der SchweizExterner Link – MeteoSchweiz (Bund).
- Anhaltend schwere Dürre in EuropaExterner Link – Schweizer Bauer.
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