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Sturzwelle Himalaya

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Der Schock nach der gewaltigen Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet sitzt tief. Hunderte Todesopfer sind zu beklagen, 1500 Personen werden nach aktuellem Stand vermisst.

Vor Ort laufen die Rettungsarbeiten. Mit dabei die Schweizer Hilfsorganisationen Helvetas und das Rote Kreuz, die morgen in das Katastrophengebiet fahren. Doch die Rettungsaktionen gestalten sich schwierig.

Passen Sie auf sich auf.

Überlebende werden mit dem Helikopter gerettet.
Überlebende werden mit dem Helikopter gerettet. Copyright 2026 The Associated Press. All Rights Reserved

Die gewaltige Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und Tibet hat ein Bild der Zerstörung hinterlassen und bisher 353 Menschen das Leben gekostet, über 1500 Personen gelten als vermisst. Eine zuvor als vermisst gemeldete Schweizerin konnte laut den nepalesischen Behörden gerettet werden.

Daneben liegen laut dem Schweizer Aussendepartement EDA bisher keine Informationen über Schweizer Verletzte oder Verstorbene vor. Schweizer Staatsangehörige vor Ort seien gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In dringenden Fällen verweist das EDA auch auf ihre HelplineExterner Link, die rund um die Uhr erreichbar ist.

Rund 20 reisende Personen sind auf Travel Admin, der Reise-App des EDA, im Gebiet registriert, zudem sind im Auslandschweizerregister rund 120 Personen angemeldet. Dazu, wie viele Schweizer Staatsangehörige sich in der betroffenen Region aufhalten, könne laut EDA keine Angabe gemacht werden.

Die Schweiz stellt eine Million US-Dollar für humanitäre Hilfsmassnahmen vor Ort bereit, um die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, Notunterkünften oder medizinischer Versorgung zu unterstützen. Vor Ort bereiten sich Schweizer Hilfsorganisationen wie Helvetas oder das Rote Kreuz darauf vor, am Freitag in das Katastrophengebiet zu fahren. Doch «die Rettungsaktion gestaltet sich ausgesprochen schwierig», sagt die SRF-Südasien-Korrespondentin. Viele Gegenden in der Grenzregion seien nur schwer zugänglich – derzeit gelange man nur mit dem Helikopter dorthin.

Das Bundesgericht in Lausanne
Das Bundesgericht in Lausanne: Eine Liebesbeziehung im Richtergremium sorgt für Aufsehen. Keystone / Jean-Christophe Bott

Eigentlich hätten die Bundesgerichts-Wahlen im September stattfinden sollen. Nun entschied die Gerichtskommission beider Räte, die Bundesrichter:innen werden erst im Dezember neu gewählt. Grund dafür ist eine frühere Liebesbeziehung zwischen einer Richterin und einem Richter.

Aber von vorne: Ende April dieses Jahres machte die Weltwoche die Beziehung zwischen Yves Donzallaz und Beatrice van de Graaf publik. Dies sorgte gerade am Bundesgericht für heftige Diskussionen:  «Dauernde Lebensgemeinschaften» unter Bundesrichter:innen sind gesetzlich verboten, da sie deren Unabhängigkeit beeinträchtigen können. Die beiden bestreiten, dass ihre unterdessen aufgegebene Beziehung das Niveau einer solchen Lebensgemeinschaft erreicht habe. Ein Expertenbericht, der im Juli den Zuständigen im Parlament überwiesen wurde, sollte Dauer und Art der Beziehung klären.

Gestern lud die Gerichtskommission sowohl Donzallaz sowie van de Graaf zu einer Anhörung. Nach weiteren Gesprächen und einer ersten internen Diskussion beschloss die Kommission, die Wahl des gesamten Bundesgerichts auf die Wintersession zu verschieben.

In einer Mitteilung heisst es, die Kommission wolle weitere Abklärungen vornehmen und sich die Möglichkeit offenlassen, allfällige Entscheide des Bundesgerichts zu Revisionsgesuchen abzuwarten. Denn seit Bekanntwerden der früheren Beziehung haben Parteien in zwölf Fällen Gesuche erstellt, die Sache neu zu beurteilen.

Lorenz Ramseyer, Claire Micallef, Camille Kündig im Podcast-Studio
Lorenz Ramseyer (links) zog bereits vor knapp 25 Jahren als digitaler Nomade los. Im Podcast erzählt er den beiden Hosts Claire Micallef (Mitte) und Camille Kündig (rechts), wie sich dieser Lebensstil in dieser Zeit verändert hat. Swissinfo

Das Rauschen des Meeres im Ohr, Sand zwischen den Zehen, Sonne auf der Haut – und der Laptop aufgeklappt auf denn Knien. Liebäugeln Sie mit dem Leben als digitale:r Nomad:in? Dann ist die neue Folge unseres Podcasts «Ade merci, Schweiz» genau richtig für Sie!

Seline Graf und Jan Mezger haben ihren Lebenstraum dieses Jahr umgesetzt: Mit dem VW-Bus zogen sie im Februar los, Richtung Spanien, dann Portugal. Digitales Nomadentum verspricht ein Freiheitsgefühl, verbunden mit der Wahl, von wo aus man arbeiten will. Doch so verlockend das klingt, um diesen Lebensstil geniessen zu können, muss man auch planen.

Lorenz Ramseyer ist Präsident des Vereins Digitale Nomaden Schweiz. Er selbst hat sich bereits vor 25 Jahren dem digitalen Nomadentum verschrieben, damals noch ohne Laptop, Smartphone oder Hotspot. Ob jung, mitten in der Karriere oder kurz vor der Pensionierung, man könne diesen Weg in jedem Lebensabschnitt einschlagen. Entscheidend seien vielmehr die Fragen: «Liegt mir das? Kann ich so arbeiten?»

Lautet die Antwort Ja, geht es an die Planung. Und trotzdem verläuft wahrscheinlich vieles anders als in der Vorstellung. Diese Erfahrung machten auch Graf und Mezger: «Wir haben uns im Februar zu fest darauf versteift, aus dem Bus heraus zu arbeiten», sagt Mezger. Kälte und Regen liessen die beiden umplanen: Coworking in der Stadt anstatt Campingstuhl und Laptop auf dem Schoss.

Generell sei es wichtig, eine Balance zwischen Planung und Daueroptimierung auf der einen und Freiheit und Genuss auf der anderen Seite zu finden, ist Ramseyer überzeugt. Wie das gelingt und was Sie vor der Abreise bezüglich Arbeitsrecht, Steuern oder Krankenkasse berücksichtigen müssen, hören Sie in der neuen Folge des Swissinfo-Podcasts «Ade merci, Schweiz».

Katze
Die Pose sitzt: Im Katzen-Café Casa del Gato waren die Vierbeiner die Stars. Keystone / Ennio Leanza

Ein Matcha Latte auf dem Tisch und eine schnurrende Katze auf dem Schoss: In Zürich war dies bis Sonntag im Casa del Gato möglich – wenn eine der fünf Katzen des Cafés Sie dazu für würdig befand.

Seit Sonntag hat das erste Katzen-Café der Schweiz, das seit 2021 Katzenliebhaber:innen nach Zürich-Wiedikon lockte, geschlossen. Nicht finanzielle Gründe hätten zum Entscheid geführt, sagt Mitbegründer Jean-Christophe Philippe gegenüber dem Tages-Anzeiger. «Das Café ist gut gelaufen und es hat uns grosse Freude gemacht, aber es war auch anstrengend. Wir brauchen nun eine Pause.»

Ganz vorbei soll es aber nicht sein. Er und seine Partnerin Simge Algamaz wollen «irgendwann mit einem anderen Konzept neu starten», heisst es im Tages-Anzeiger. Nicht mit einem Café, mehr verrät Philippe nicht. Gewiss sei aber, dass auch bei diesem Konzept Tiere wieder eine Rolle spielen werden.

Die fünf Kater des Cafés bleiben trotz Schliessung zusammen. Sie leben nun mit drei weiteren Katzen in einem Haus mit grossem Garten im Kanton Zürich. Weniger Streicheleinheiten von Gästen? Diesen Verlust dürften die Tiere bei sieben Artgenossen plus Garten schnell verkraften.

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