Gay Pride im Wallis: Rund 5’000 an der Schwulen- und Lesbenparade
Rund 5'000 Personen sind am Samstagnachmittag in Sitten zur Gay Pride zusammen gekommen. Dazu säumen mehrere tausend Personen die Umzugsroute. Die Gay Pride hatte im Vorfeld eine grosse Kontroverse ausgelöst - nun blieb die Gegen-Kundgebung in kleinem Rahmen.
Die Organisatoren lancierten zum Auftakt der Gay Pride einen Aufruf, in dem sie darum baten, gegen die Diskrimierungen von Homosexuellen zu kämpfen. Trotz Fortschritten sei das tägliche Leben von Homosexuellen voller Schwierigkeiten, wurde betont.
Rund 50 Gläubige protestierten gegen den Umzug, indem sie betend und Kirchenlieder singend vor der Kathedrale standen. Die Walliser Polizei war mit einem riesigen Aufgebot anwesend. Die Veranstaltung verlief aber friedlich.
Seit mehreren Monaten bereits schwelte um die Gay Pride ein Streit zwischen Homosexuellen und Konservativen. Im Vorfeld der Kundgebung hatte sich unter anderem der Bischof von Sitten, Norbert Brunner, gegen die Durchführung ausgesprochen. Begründet hatte er seinen Aufruf damit, dass eine solche Kundgebung nicht zu einer Befriedung der Menschen beitragen könne, sondern den Graben der Missverständnisse noch vertiefe, das Unverständnis fördere und die Ablehnung vergrössere. Zudem widerspreche eine Selbstdarstellung, wie sie an Gay Prides üblich sei, der Würde der Menschen.
swissinfo und Agenturen
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