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Champions League: Thuner Traum ausgeträumt

Stummer Thuner Kommentar zur Schiedsrichterleistung. Keystone

Die Fussballer des FC Thun haben am Dienstag gegen Arsenal unglücklich 0:1 verloren. Matchentscheidend war das Schiedsrichter-Trio aus Portugal.

In der zweiten Halbzeit wurde den Thunern ein regulärer Treffer Mauro Lustrinellis zum 1:0 aberkannt, dafür konnten die Engländer einen Penalty verwerten, der keiner war.

Einmal mehr ist eine hervorragende Leistung der Thuner in der Champions League nicht belohnt worden. Nach der Niederlage von Dienstag im Stade de Suisse in Bern gegen den europäischen Spitzenverein Arsenal müssen die Berner Oberländer ihre Träume von den Achtelfinals im Reigen der europäischen Topklubs begraben.

Jetzt visieren die Spieler von Coach Urs Schönenberger quasi als Trostpreis den UEFA-Cup an. Doch dafür müssen sie in ihrer Qualifikationsgruppe Rang drei belegen. Das bedeutet, dass die Thuner in ihrem letzten Spiel auswärts bei Sparta Prag mindestens einen Punkt, also ein Unentschieden holen müssen.

«Das haben wir nicht verdient!»

Wenn man so verliert, ist die Niederlage doppelt schwer zu verdauen. «Wir müssen definitiv unten durch», sagte der Thuner Verteidiger Ljubo Milicevic gegenüber swissinfo.

«Ich hätte lieber 0:2 oder 0:3 verloren statt auf diese Weise, das haben wir nicht verdient.» Der Schiedsrichter habe eindeutig die Thuner benachteiligt. Dabei brauchte der Australier noch eine sehr neutrale Formulierung.

Trotz des Ärgers vergass Milicevic aber nicht, seinen Mitspielern und den über 30’000 Anhängern im Stadion ein grosses Kompliment zu machen. «Die Fans waren fantastisch, Hut ab, wie sie in allen Spielen hinter uns gestanden sind!»

Jetzt hofft der Abwehrspieler, dass es mit dem UEFA-Cup klappt. «Dann bringen wir noch ein paar europäische Spiele in dieses Stadion.»

«Rückkehrer» Senderos

Ein grosser Applaus war am Dienstagabend aber auch für einen Spieler von Arsenal bestimmt: Den Schweizer Philippe Senderos. Der Westschweizer war auf den Rasen zurück gekehrt, auf dem er eineinhalb Wochen zuvor mit seinen Nationalmannschafts-Kollegen in der WM-Barrage die Türkei 2:0 besiegt hatte.

Damit hatte die Schweiz den Grundstein für die WM-Qualifikation gelegt, die sie am vergangenen Mittwoch in Istanbul unter denkwürdigen Umständen sichergestellt hatte.

«Thun ist ein gutes Team und wir wussten, dass es sehr schwer werden würde», sagte Senderos. «Sie spielten hervorragend und kamen in der zweiten Halbzeit zu ein paar grossen Chancen, obwohl sie nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz standen», so das Kompliment des glücklichen Siegers.

swissinfo, Matthew Allen
(Übertragung aus dem Englischen: Renat Künzi)

Aus den acht Gruppen qualifizieren sich je die ersten beiden Klubs in die Achtelsfinals der Champions League. Rang drei berechtigt zum Einzug in den UEFA-Cup. Der letztklassierte Klub geht leer aus.
Vor dem letzten Quali-Spiel kann Thun nicht mehr Zweiter werden.
Mit einem Unentschieden am 7. Dezember in Prag können sich die Thuner aber noch die Teilnahme am UEFA-Cup sichern.
Der aktuelle Vorsprung auf das letztplatzierte Sparta Prag beträgt zwei Punkte.

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