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Fussballspiele halten Sicherheitskräfte auf Trab

Die Genfer Polizei errichtet Zäune um die Fans zu kanalisieren. Keystone

Während sich die Schweizer Fussballer auf die WM-Barrage gegen die Türkei vorbereiten, sorgt sich die Polizei um Ruhe und Ordnung.

Erhöhte Sicherheit rund um das Stade de Suisse in Bern. Aber auch beim Freundschaftsspiel England-Argentinien, das gleichzeitig in Genf stattfindet.

Die Wogen gehen hoch in der Schweiz und in der Türkei. Denn beim Spiel in Bern handelt es sich um das Heimspiel der Schweizer Nationalmannschaft in der Barrage gegen die Türkei. Der Sieger aus den Spielen in Bern und Istanbul nimmt an der WM 2006 in Deutschland teil.

Bereits im Vorfeld des Treffens in Bern gab es Missstimmung unter den türkischen Fans, denn der Schweizer Fussballverband versuchte, das 32’000 Zuschauer fassende Stade de Suisse vor allem mit Schweizer Zuschauern zu füllen.

In der Schweiz leben rund 100’000 Türken. Sie hätten das Stadion locker gefüllt. Die Schweiz hätte dann zu Hause ein «Auswärtsspiel» bestreiten müssen.

Offiziell hat der türkische Sektor 2900 Plätze erhalten. Beim Kauf der Tickets musste der Pass vorgewiesen werden.

Spezielle Sicherheitsvorkehrungen

Bereits im Vorfeld des Treffens, wurden die Sicherheit gross geschrieben. Wer nicht über einen speziellen Ausweis verfügte, dürfe das Stade de Suisse in Bern nicht betreten, sagte eine Stadionsprecherin.

Es seien Sicherheitsleute im Einsatz, welche spezialisiert seien auf die Eingangskontrolle und die auch der türkischen Sprache mächtig seien, hiess es in Bern.

Franz Märki von der Berner Stadtpolizei sagte gegenüber swissinfo, er sei überzeugt, dass die Polizei auf der Höhe ihrer Aufgabe sei, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Märki sagte auch, dass der Druck auf die Sicherheitskräfte bei diesem WM-Qualifikationsmatch enorm sei.

«Die türkischen Fans sind ein fanatisches Publikum, das birgt auch Gefahren in sich», so Märki.

Freundschaftsspiel

Eigenartigerweise findet am gleichen Tag in der Schweiz ein weiteres Fussballspiel zwischen zwei Nationalteams statt.

In Genf treffen sich England und Argentinien zu einem Freundschaftsspiel. Auch hier werden rund 8000 der nicht gerade als einfach bekannten englischen Fans erwartet. Dazu eine kleinere Anzahl Anhänger Argentiniens.

Beim Zusammentreffen dieser beiden Mannschaften schwelt im Hintergrund immer noch der Falkland-Konflikt von 1982. In Argentinien führte der Ausgang des Krieges zum Fall der Militärjunta und zur Wiederherstellung des demokratischen Systems.

Auch in Genf werden – analog zu Bern – in der Stadt, im und rund ums Stadion verstärkte Sicherheits-Vorkehrungen gemäss den Uefa-Richtlinien ergriffen.

Die britische Polizei hat bereits bei sich zu Hause begonnen, Fussball-Hooligans, welche nach Genf reisen wollen, zurückzuhalten.

Speziell geschulte Ordnungshüter haben dort potenzielle Gesetzesbrecher ausfindig, welche vom Flughafen Manchester in die Schweiz fliegen wollen.

Die beiden Fussballspiele in Bern und Genf an diesem Wochenende sind bereits ernsthafte Testfälle für die Schweizer Polizei im Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft 2008, die in der Schweiz und in Österreich stattfinden wird.

(Übertragung aus dem Englischen: Urs Maurer)

Die Schweiz und die Türkei treffen in Bern am 12. November zum Hinspiel in der WM-Barrage aufeinander.

Das Rückspiel findet am Mittwoch, 16. November in Istanbul statt.

Auch am Samstag treffen sich in Genf die Nationalteams von Argentinien und England zu einem Freundschaftsspiel.

Beide Länderspiele sind erste Sicherheitstest für die Polizei im Hinblick auf die Euro 2008.

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