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Gold für Chantal Strasser

Chantal Strasser will nach dem sportlichen Erfolg nun die Matura nachholen. Keystone

Die 22-jährige Frauenfelderin hat am Freitag (15.12.) an den Kurzbahn-EM in Valencia über 800 m Crawl Gold gewonnen. Strasser siegte in 8:27,23 vor der Britin Rebecca Cooke (8:29,24) und der Tschechin Jana Pechanova (8:31,17).

Strasser ist damit nach Flavia Rigamonti die zweite Schweizer Schwimmerin, die an internationalen Titelkämpfen Gold gewonnen hat. Rigamonti war 1998 in Sheffield ebenfalls über 800 m Crawl Kurzbahn- und im vergangenenen Juli in Helsinki Langbahn-Europameisterin geworden.

Strassers Teamkollegin von Atlantide, Agata Czaplicki, erreichte im Final über 200 m Brust den hervorragenden fünften Rang. Die 17-Jährige verbesserte im Sportpalast Luis Puig ihren Schweizer Rekord um nicht weniger als 2,27 Sekunden. Zunächst in den Vorläufen von 2:29,20 auf 2:27,96 und im Final auf 2:26,93.

Den erfolgreichen zweiten Wettkampftag des Swiss-Swimming-Team rundete Karel Novy ab, der sich über 100 m Crawl als Dritter der Halbfinals in 48,56 für den Final von heute Samstag qualifizierte. Novy hat damit gute Chancen, erneut eine Medaille zu gewinnen. Im Vorjahr war der 20-jährige Romand in Lissabon Dritter geworden.

Der 800er der Frauen war ein überaus spannendes Rennen. Bei Hälfte der Strecke lag Strasser in 4:12,76 vor Cooke in 4:13,00 und Pechanova in 4:13,51. Nach 600 Metern führte die 17fache Schweizer Meisterin in 6:21,31 immer noch knapp vor der Britin (6:21,65) und der Tschechin (6:21,83).

Gewiss ist Strasser nicht in einem Weltklasse-Feld Europameisterin geworden. Einige der Topschwimmerinnen auf der langen Crawlstrecke — wie auch Rigamonti — haben auf Valencia verzichtet. Doch Strasser, die nach Sydney bis Ende Oktober eine Trainingspause eingelegt hatte, verfehlte ihre persönliche Bestzeit nur um knapp drei Sekunden. «In ein paar Jahren spricht ohnehin keiner mehr davon, wie gut das Feld besetzt war. Was bleibt ist, dass ich Europameisterin geworden bin», hielt sie zu Recht fest.

Künftig will Strasser in den schulischen Belangen Prioritäten setzen und die Matura nachholen. Deshalb kehrt sie nach Frauenfeld zurück. Dort wird ihr Vater Jürg der Trainer sein. An den Wochenenden absolviert sie aber weiterhin im Tessin ihre Trainingseinheiten, und sie startet auch fortan für Atlantide.

swissinfo und Agenturen

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