
Unfälle im alpinen Ski-Sport in dieser Saison
Seit einigen Monaten häufen sich die schweren Unfälle und Verletzungen im alpinen Ski-Sport. Experten machen unter anderem die immer weiter fortschreitende technische Entwicklung beim Material dafür verantwortlich. Auffällig ist die Häufung von schweren Verletzungen bei Spitzenfahrern in dieser Saison. Eine Chronologie.
28. September: Kombinations-Weltmeisterin Martina Ertl muss sich einer Meniskusoperation im linken Knie unterziehen, nach dem sie im Gletscher-Training über Schmerzen in dem Gelenk geklagt hatte.
28. September: Weltcup-Gesamtsiegerin Janica Kostelic muss die Saisonvorbereitung wegen Knie-Problemen abbrechen und wird zum dritten Mal in diesem Jahr operiert. Bereits im März und Mai hatte sich die Kroatin Eingriffen am Innen- und Aussenmeniskus unterziehen müssen.
24. Oktober: Speed-Spezialist Max Rauffer erleidet beim Gletscher-Training im österreichischen Pitztal eine Knochenabsplitterung im rechten Sprunggelenk.
29. Oktober: Die französische Super-G-Weltmeisterin Regine Cavagnoud stößt beim Training auf dem Pitztal-Gletscher in Österreich in voller Fahrt mit dem deutschen Nachwuchstrainer Markus Anwander zusammen. Zwei Tage später stirbt die 31-Jährige an ihren schweren Kopfverletzungen.
Cavagnoud ist das erste Todesopfer im alpinen Ski- Sport seit der Österreicherin Ulrike Maier, die 1994 beim Rennen in Garmisch-Partenkirchen ums Leben kam. Anwander erleidet schwere Kopf- und Wirbelverletzungen und liegt weiterhin auf der Intensivstation der Uniklinik in Innsbruck.
29. Oktober: Der Österreicher Werner Franz zieht sich beim Training in Sölden einen Bruch des Schienbeinkopfes sowie Kapsel- und Außenbandverletzungen zu. Die Olympia-Saison ist für den 29-Jährigen alten Abfahrtsspezialisten beendet.
18. November: Abfahrts-Weltmeister Hannes Trinkl aus Österreich stürzt im Training auf der Reiteralm bei Schladming und zieht sich einen Bruch des Stirnbeins und ein Schleudertrauma zu. Der 33-Jährige muss mit dem Rettungshelikopter in ein Krankenhaus geflogen werden.
20. November: Der deutsche Shooting-Star Florian Eckert stürzt beim Riesenslalom-Training auf der Reiteralm in Österreich und erleidet einen Trümmerbruch des Schienbeinkopfes. Nach einer Prognose der Ärzte kann der 22-Jährige frühestens wieder im kommenden Sommer auf Skiern stehen.
20. November: Dem Österreicher Rainer Salzgeber droht nach einem Kreuzbandriss im linken Knie das Ende seiner Karriere. Der WM-Zweite im Riesenslalom von 1993 war beim Training für die Weltcup-Rennen in den USA gestürzt.
21. November: Der Franzose Christophe Saioni erleidet bei einem schweren Trainingssturz in Keystone (USA) einen Bruch der Kniescheibe und mehrere Bänderrisse. Die Olympia-Saison ist für den 32-Jährigen beendet.
8. Dezember: Der Schweizer Silvano Beltrametti stürzt bei der Weltcup-Abfahrt im französischen Val d’Isère und durchschlägt den Sicherheitszaun. Der 22-Jährige bricht sich die Wirbelsäule und wird gelähmt bleiben.
swissinfo und Agenturen

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