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Unglücksfirma nimmt Canyoning wieder auf

Die Firma Adventure World, bei deren Canyoning-Tour im Saxetbach im Berner Oberland am 27. Juli 1999 letzten Jahres 21 Menschen ums Leben kamen, nimmt den Canyoning-Betrieb im Unglücksbach wieder auf.

Die Firma Adventure World, bei deren Canyoning-Tour im Saxetbach im Berner Oberland am 27. Juli 1999 letzten Jahres 21 Menschen ums Leben kamen, nimmt den Canyoning-Betrieb im Unglücksbach wieder auf. Ein neuartiges Frühwarnsystem soll verhindern, dass Gruppen wieder von Flutwellen überrascht werden.

Adventure World habe nach sorgfältiger Prüfung beschlossen, am 1. Mai 2000 den Canyoning-Betrieb sowie die übrigen Aktivitäten im Saxetbach wieder aufzunehmen, schrieb die Firma am Samstag (08.04.). Als Gründe werden die leichte Zugänglichkeit des Bachs, die zahlreichen Ausstiegsmöglichkeiten sowie der Umstand genannt, dass sich der Bach nicht in hochalpinem Gelände befindet.

Dadurch seien die Temperaturen moderat, was einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor darstelle. Die Firma hatte zwei Wochen nach dem Unglück ihre Canyoning-Aktivitäten wieder aufgenommen, aber vorläufig auf Touren im Saxetbach verzichtet.

Zurzeit ist immer noch die strafrechtliche Voruntersuchung der Katastrophe im Gang. Wegen fahrlässiger Tötung wird gegen elf Personen ermittelt. Unter ihnen sind die fünf Führer, die das Unglück überlebt haben, der damalige tagesverantwortliche Chef-Führer, zwei weitere Basisführer sowie die drei Inhaber des Unternehmens Adventure World.

Wie die Firma weiter schreibt, ist sie Mitglied der Swiss Outdoor Association, welche im Anschluss an das Unglück gegründet wurde. Ziel der Vereinigung ist, Sicherheits-Standards und Ausbildungsprogramme für Adventure-Anbieter zu etablieren. Im März 2000 fand ein Pilotkurs der Canyoning-Projektgruppe in Korsika statt, in welcher das Ausbildungsprogramm der Canyoning-Führer definiert wurde. Die Arbeit steht unter Beobachtung des Bundesamtes für Sport.

swissinfo und Agenturen

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