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Finma-Präsident Eugen Haltiner tritt zurück

Der Präsident der Finanzmarktaufsicht (Finma), Eugen Haltiner, tritt auf Ende Jahr zurück. Der Bundesrat habe am Mittwoch seine Demission zur Kenntnis genommen, teilte das Eidgenössische Finanzdepartement mit.

Der ehemalige UBS-Topmanager Haltiner, der heute 62 Jahre alt ist, hatte 2006 das Präsidium der damaligen Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) übernommen. In dieser Funktion habe er wesentlich an der Weiterentwicklung der Finanzmarktaufsicht mitgewirkt und den Aufbau der FINMA vorangetrieben, schreibt das Finanzdepartement (EFD). Anfang 2009 übernahm Haltiner das Präsidium der neu geschaffenen FINMA.

Haltiner habe einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die Schweiz die Finanzkrise im internationalen Vergleich gut überstanden habe, heisst es weiter. Die Massnahmen zur Stabilisierung des Schweizer Finanzplatzes, an deren Entwicklung er an vorderster Front mitgearbeitet habe, hätten die Schweizer Volkswirtschaft vor grossem Schaden bewahrt.

Der Bundesrat sprach Haltiner den Dank aus «für seine geleisteten Dienste im Interesse des Finanzplatzes und die stets ausgezeichnete Zusammenarbeit». Über die Nachfolge will er im November entscheiden.

Laut der Finanzmarktaufsicht legt Eugen Haltiner sein Mandat auf eigenen Wunsch nieder. FINMA-Direktor Patrick Raaflaub bedauert in einer Mitteilung den Rücktritt «ausserordentlich».

Haltiner hatte bei der UBS jahrelang das Schweizer Firmen- und Privatkundengeschäft geleitet. Im Zusammenhang mit den UBS- Vergütungsbestimmungen und der Herausgabe von UBS-Kundendaten von US-Bürgern im Februar 2009 durch die Finma wurde Haltiner wiederholt mangelnde Distanz zur UBS vorgeworfen.

Auch der Bundesrat ermahnte Haltiner und die Schweizer Bankenaufsicht: Die Vorgänger-Kommission der heutigen FINMA, die
Eidg. Bankenkommission (EBK), habe vor und während der Finanzkrise
zu wenig Druck auf die UBS ausgeübt, bilanzierte die Landesregierung
im vergangenen Mai.

swissinfo.ch und Agenturen

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