Stehende Ovation für Hans-Rudolf Merz
Die Delegierten der Freisinnig-demokratischen Partei (FDP) fordern eine "offensive und global ausgerichtete Aussenpolitik". Ihren Bundesrat Hans-Rudolf Merz verabschiedeten sie mit stehenden Ovationen.
Zu dieser Aussenpolitik gehören ein Ausbau der bilateralen Verträge mit der EU und neue Freihandelsabkommen, um ausländische Märkte für Schweizer Exportfirmen zu öffnen.
Die Delegierten verabschiedeten in Herisau das Positionspapier «Die Schweiz in einer globalisierten Welt». Damit positioniert sich die Partei für den Wahlkampf 2011.
Länger zu reden gab die Frage, welchen Kurs die Schweiz gegenüber der EU genau verfolgen soll: Eine Minderheit von 52 Delegierten wollte einen EU-Beitritt nicht vollständig ausschliessen. Zu ihnen gehörten die Berner Nationalrätin Christa Markwalder und der Tessiner Nationalrat Ignazio Cassis.
Die Delegierten folgten schliesslich ihrem Parteipräsidenten Fulvio Pelli, der für ein klares Bekenntnis zum bilateralen Weg plädierte.
Pelli kritisierte die «zunehmende Macht der unheiligen Allianz von SP und SVP, die Reformen blockiert». Die «Koalition der Neider, der Nationalisten und der Neinsager» sei schuld an der Reformblockade.
Pelli würdigte Merz als «erfolgreichsten Finanzminister Europas». Merz‘ Regierungsjahre seien «sieben fette Jahre für die Staatskasse» gewesen. Merz selbst schloss seine Abschiedsrede mit den Worten «Au revoir, ade, das wars. Tschüss!»
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