Gül betont gute Beziehungen zur Schweiz
Der türkische Präsident Abdullah Gül hat in Zürich für sein Land geworben. Das Treffen mit Wirtschaftsvertretern und Bundespräsidentin Doris Leuthard wurde für die Beziehungspflege genützt.
«Die Türkei ist der gesunde Mann Europas», sagte Gül. So sei im ersten Quartal 2010 die Wirtschaft in der Türkei um 11% gewachsen. Die Inflationsrate sowie die Arbeitslosenquote sinke.
Dies seien gute Gründe, um in die Türkei zu investieren, sagte Gül weiter. Sein Land verfüge über eine solide Infrastruktur und diene dank seiner geografischen Lage als Drehscheibe zwischen Ost und West sowie Europa und Asien.
Der türkische Präsident macht sich stark für eine rasche Ratifizierung des im letzten Jahr nach OECD-Standard abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommens. Damit sollen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestärkt werden.
Gegenwärtig fliessen Schweizer Investitionen im Wert von 3 Mrd. Franken in die Türkei, Tendenz steigend. Laut Bundespräsidentin Doris Leuthard könnte das Exportpotential noch stärker ausgeschöpft werden.
Nach den Treffen besichtigte der türkische Präsident das winterlich-weisse Zürich. Nach einer Schifffahrt auf dem See folgte ein Abendessen im Hotel Dolder, an dem auch türkische Unternehmer aus Zürich dabei waren.
Am Donnerstag war Gül in Bern vom Gesamtbundesrat empfangen worden. Dabei machte er deutlich, dass die Türkei an einer Normalisierung der Beziehungen zu Armenien interessiert sei. Bei den Gesprächen in Bern kam auch das Schweizer Minarettverbot zur Sprache.
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