Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
In der Schweiz sind wir langsam Corona-müde. Doch die Zahlen der Covid-Neuinfektionen explodieren förmlich. Der Bundesrat will nächste Woche möglicherweise weitere Massnahmen ergreifen.
Herzliche Grüsse aus Bern
5596 neue Covid-Fälle! Das verzeichnet heute die Schweiz.
So viele Neuinfektionen gab es in der Schweiz innerhalb eines Tages noch nie. Nicht einmal im März, als Corona zum ersten Mal so richtig grassierte. Natürlich werden gegenwärtig viel mehr Menschen getestet. Und trotzdem: Diese hohen Zahlen lassen mich erschaudern.
Aufgrund der Situation traf sich der Bundesrat heute mit der Covid-Taskforce. Denn die Zahl der Ansteckungen und Hospitalisierungen verdoppelt sich derzeit von Woche zu Woche. Wenn das so weitergehe, seien die Kapazitäten bald ausgeschöpft, sagte Gesundheitsminister Alain Berset.
Noch vor drei Wochen habe die Schweiz eine der besten Situationen auf dem Kontinent verzeichnen können. Nun finde man sich unter den am stärksten betroffenen Länder. «Die Lage ist besorgniserregend und verschlechtert sich schnell», sagte Berset.
Sollten die am Montag in Kraft gesetzten Massnahmen nicht greifen, müssten nächsten Mittwoch weitere Massnahmen folgen. «Ziel ist, eine Schliessung der Gesellschaft zu verhindern.» Die beiden nächsten Wochen seien dabei entscheidend.
- Mehr Details und Zahlen zur Corona-Pandemie in unserem Überblick: Corona-Krise: Die Situation in der Schweiz.
- Hier finden Sie die neusten Meldungen und Berichte von SRF News zum Thema CoronavirusExterner Link.
- Offizielle Informationen über das neue CoronavirusExterner Link auf der Website des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
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Man versprach sich viel von ihnen: Covid-Apps. Doch bestehen sie in der Krise?
Die digitale Kontaktverfolgung soll ein zentrales Element zur Eindämmung der Pandemie sein. Doch gegenwärtig stecken wir mitten in einer zweiten Welle. Von Eindämmung kann kaum mehr die Rede sein.
Ist die Schweizer App «SwissCovid» also ein Flop? 60 Prozent der Bevölkerung müssten sie auf ihren Smartphones laufen lassen, damit die Nachverfolgung von Kontakten effizient funktioniert, hiess es ursprünglich. Die 2,5 Millionen Downloads sind weit davon entfernt. Der Bund will deshalb bald eine neue Werbekampagne lancieren.
In anderen Ländern allerdings sieht es noch düsterer aus, wie ein Bericht von SRF News zusammenfasst. In zahlreichen Ländern seien gröbere Probleme bei den jeweiligen Tracking-Apps aufgetreten.
- Hintergründe zur «SwissCovid»-App im Artikel unserer freien Mitarbeiterin Sara Ibrahim.
- Der internationale VergleichExterner Link von SRF News.
- Mehr Infos zur App und zum Contact-Tracing auf der Website des Bundesamts für GesundheitExterner Link (BAG).
- Hier können Sie die «SwissCovid»-App herunterladenExterner Link.
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Chile will sich eine neue Verfassung geben. Was hat das mit der Schweiz zu tun?
Weg mit Pinochets Erbe: Nachfahren von Schweizer Auswanderern arbeiten in Chile mit an einer neuen, demokratischen Grundordnung für das Land. Dies über eine Website, die junge chilenische IT-Spezialistinnen und -Experten aufgebaut haben.
Ihr Ziel: Formen der partizipativen und direkten Demokratie sollen in die öffentliche Debatte einfliessen können. Wie das hier in der Schweiz üblich ist. «Die Schweizer Erfahrungen mit den Volksrechten sind eine grosse Inspiration und Referenz für uns», sagt einer der Initianten.
Langjährige Beobachter der chilenischen Politik bleiben skeptisch. Es sei noch ein langer Weg. Das chilenische Volk werde immer noch wie Kinder behandelt. Und ein junger Patagonier mit schweizerischen Wurzeln sagt, ein demokratischeres Chile sei nur möglich, wenn die Gesellschaft gerechter und gleichberechtigter werde.
- Der Artikel meines Kollegen Bruno Kaufmann.
- Vinculante.clExterner Link, die chilenische Website für direkte Demokratie.
- Chile ist von der Coronavirus-Pandemie stark betroffen, wie Auslandschweizerinnen im Juli berichteten.
Bereits am 1. Januar fällt der Startschuss: Der Vaterschaftsurlaub wird in der Schweiz eingeführt.
Der Bundesrat hat heute entschieden: Ab 1. Januar 2021 können Väter neugeborener Kinder einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub beziehen. Das grüne Licht hatte die Gesetzesänderung am 27. September durch das Schweizer Stimmvolk an der Urne erhalten.
60,3% der Stimmenden hatten sich vor einem Monat für die «Papizeit» ausgesprochen. Die Schweiz ist damit nicht mehr das Schlusslicht in Europa. Doch sie bleibt immer noch auf den hinteren Rängen.
Nun kommt ein gutschweizerischer Kompromiss zum Zug. Die entsprechende Volksinitiative hatte nämlich vier Wochen vorgesehen. Das Parlament einigte sich schliesslich auf zwei Wochen.
- Der Bericht von SRF NewsExterner Link.
- Der Artikel meines Kollegen Renat Kuenzi vom Abstimmungssonntag.
- Um was genau es dabei geht und warum es zur Abstimmung kam, hat Marie Vuilleumier in ihrem Artikel beschrieben.
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