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10 Millionen für Afghanistan

Die Schweiz erhöht ihre Hilfe für Afghanistan im laufenden Jahr auf insgesamt 10 Mio. Franken. Damit will sie der desolaten Situation der Bevölkerung Rechnung tragen. Die Menschen sind von 20 Jahren Krieg gezeichnet und leiden zusätzlich unter der Dürre.

Neben Nothilfe an Dürreopfer werden mit dem Geld afghanische Flüchtlinge und innerhalb des Landes vertriebene Familien unterstützt, wie Walter Fust, Chef der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), am Freitag (01.12.) in Bern sagte.

Die Schweiz präsidiert zur Zeit die 1996 von der UNO ins Leben gerufene Unterstützergruppe «Afghanistan Support Group» (ASG). Ihr gehören 15 Länder sowie die Europäische Kommission an. Bevor der Vorsitz der ASG im nächsten Jahr an Deutschland übergeht, findet am 7. und 8. Dezember in Montreux die siebte ASG-Konferenz statt.

Input im Präsidialjahr

Die Schweiz habe sich speziell eingesetzt bei der Überprüfung der dörflichen Wiederaufbauprogramme, sagte Fust. Mit den Programmen könne man trotz des Kriegs im Norden erfolgreich helfen.

Ein Defizit sieht Fust hingegen bei der Koordination der Hilfe zwischen Geberländern, Hilfsorganisationen und der UNO. Die Schweiz habe sich bemüht, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Partnern zu verbessern. Das ist nur begrenzt gelungen, sagte Fust.

Oft gelangten widersprüchliche Informationen aus denselben Hauptstädten der Geberländer an die entsprechenden UNO-Institutionen. Diese Gefahr sei umso grösser, je mehr Länder in der ASG mitmachten. Ein permanenter Dialog sei deshalb nötig.

Die DEZA hat nun die Nothilfe für das krisengeschüttelte Land für das laufende Jahr um drei Millionen auf insgesamt 10 Mio. Franken aufgestockt. Damit ist die Schweiz bezüglich der Höhe der Hilfe unter den ersten sechs Geberländern.

swissinfo und Agenturen

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