150 Millionen für Unwetterschäden vom Oktober
Der Bund zahlt 150 Mio. Franken an die Unwetterschäden vom Oktober im Wallis, Tessin und in der Waadt. Der Hauptteil des Gelds geht ans Wallis. Die Bundeshilfe deckt die Hälfte der öffentlichen Schäden von rund 310 Mio. Franken.
Insgesamt entstand bei den Unwettern vom Oktober ein Schaden von 670 Mio. Franken. Wie die Landesregierung, der Bundesrat, am Montag (11.12.) mitteilte, sind die Schäden mit 310 Mio. Franken im öffentlichen und 360 Mio. Franken im privaten Bereich in etwa gleich hoch.
Für die privaten Schäden kommen Versicherungen auf. In Härtefällen springen der Elementarschädenfonds und die «Glückskette» ein.
Öffentliche Hand im Wallis am stärksten betroffen
Die Aufteilung nach öffentlichen und privaten Schäden sind je nach Kanton unterschiedlich, teilte der Bundesrat am Montag mit. Am glimpflichsten kam die öffentliche Hand mit je rund 10 Mio. Franken in den Kantonen Waadt und Tessin davon. Im Tessin mussten Private Einbussen von 160 Mio. Franken hinnehmen.
Im Wallis müssen die Gemeinwesen Schäden von 290 Mio. Franken hinnehmen, Private von 180 Mio. Franken. Nur gerade zehn Prozent aller Gemeinden des Wallis kamen ohne Schäden davon.
Prävention
Für die Zukunft will die Landesregierung die Prävention verstärken. Die nach Unwettern 1993 ergriffene Massnahmen etwa in Brig hätten sich bewährt. Nun gelte es, die durch die neuen Unwetter entstandenen Sicherheitslücken zu schliessen und die Naturgefahren in der Raumplanung zu berücksichtigen.
swissinfo und Agenturen
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