Bundesverwaltung nun «bürgernah und wirksam»
Die Schweizer Bundesverwaltung hat sich teilweise neu organisiert. Gesamthaft wurden 15 Ämter transferiert, fusioniert oder aufgelöst, teils aber auch neu gebildet. Entlassungen wurden keine ausgesprochen. Die Kosten betragen rund 350 Mio. Franken.
Die Öffentlichkeit wird es nur indirekt spüren, dass sich Regierung und Verwaltung der Schweiz neu organisert haben. Vor allem lief diese Umstrukturierung im Innern ab.
Die Verwaltung passt sich damit den veränderten Anforderungen an. Diese veränderten Anforderungen werden im Bericht mit dem Satz umschrieben: «Der gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und technologsiche Wandel macht auch vor der Schweiz nicht Halt». Die Öffnung der Märkte und die neuen Technologien hätten zu einer bisher unbekannten Mobilität und «Austauschbarkeit» von Gütern, Dienstleistungen, Kapital, Information und auch Personen geführt, schreibt die Bundeskanzlei im Schlussbericht.
Reformziele
Die Reform hatte zum Ziel, die Verwaltung wirksamer und kostengünstiger zu organisieren. Reformen wurden in den Bereichen Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit, Führung und Strukturen eingeleitet. Die Bundeskanzlei ist deshalb der Ansicht: «Die Reform hat den Kultur- und Mentalitätswandel in der Bundesverwaltung gefördert».
Personal einbezogen
Von der Reform waren mehr als 6’000 Personen (knapp 20 Prozent des Bundespersonals) mehr oder weniger direkt betroffen. Die Mitarbeitenden wurden aktiv in die Reformarbeiten einbezogen. Die Personalverbände waren durch einen besondern «Begleit-Ausschuss» in das Projekt integriert.
Kosten und Nutzen?
Über den Kosten/Nutzen lässt sich der Schlussbericht über die Verwaltungs-Reform beim Bund nicht aus. Der Bericht meint dazu: «Mangels einer Kostenrechnung in der Bundesverwaltung ist es nicht möglich, für die Gesamtkosten auch nur annähernd präzise Angaben zu machen». Doch werden die Kosten für die Reform NOVE-IT mit «voraussichtlich» 334 Mio. Franken beziffert. Die Regierung hat mit seperater Botschaft einen Verpflichtungskredit von 230 Mio. Franken beantragt.
swissinfo
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