SAir-Krise: Bund ist zuversichtlich
Der Bund bedauert den Substanzverlust bei der SAirGroup. Er ist aber zuversichtlich, dass der Konzern wieder zum Erfolg zurück findet. Eine Arbeitsgruppe des Bundes klärt rechtliche Schritte mit Blick auf die Generalversammlung ab.
«Wir begrüssen den Willen der Unternehmensleitung, rasch die nötigen Massnahmen zu treffen, um das Unternehmen in eine bessere Zukunft zu führen», sagte Hugo Schittenhelm, Sprecher des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), am Montag (02.04.) auf Anfrage.
Das Ergebnis der SAirGroup sei erwartungsgemäss schlecht ausgefallen, was den Bund als Minderheits-Aktionär direkt betreffe. Der Substanzverlust stelle zudem ein volkswirtschaftliches Problem dar. «Mit Wohlwollen» habe der Bund zur Kenntnis genommen, dass sich die SAirGroup ohne Geld von der öffentlichen Hand aus ihrer misslichen Lage befreien wolle, sagte Schittenhelm.
Die am Montag vorgelegten Zahlen dienen auch dem Bund als Vorbereitung zur SAirGroup-Generalversammlung vom 25. April. Eine Arbeitsgruppe kläre die rechtlichen Möglichkeiten ab, namentlich eine Verweigerung der Décharge und eine Sonderprüfung.
Entscheiden werde der Bundesrat. Die Frage nach einer Verantwortlichkeits-Klage stellt sich laut Schittenhelm erst nach der Generalversammlung.
swissinfo und Agenturen
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