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Volksinitiative für intaktes Poststellen-Netz

Fritz Münger, Präsident der Gewerkschaft Kommunikation, kritisiert in Bern den Abbau des Service Public. Keystone

Die Gewerkschaft Kommunikation will die Grundversorgung der Post notfalls mit einer Initiative sichern. Zur Finanzierung der Grundversorgung schlägt sie Beiträge der öffentlichen Hand vor.

Im Gegensatz zur Post geht die Gewerkschaft Kommunikation davon aus, dass eine gute und flächendeckende Grundversorgung mit Postdienst-Leistungen mittelfristig nicht allein durch die Post finanziert werden kann. Wie Gewerkschafts-Vertreter am Freitag (06.03.) in Bern mitteilten, prüfen sie eine Volksinitiative für ein intaktes Poststellen-Netz und eine gute Grundversorgung.

SP macht wohl mit

Einen Verbündeten haben die Gewerkschaften möglicherweise schon gefunden: Die Sozialdemokraten diskutieren eine Unterstützung und fordern zugleich Bundesrat und Parlament auf, die Finanzierungs-Basis der Post zu erweitern.

Auch die Gewerkschaft Kommunikation richtet Forderungen an die Landesregierung: Sie müsse mithelfen, die Grundversorgung der Post mindestens zu erhalten oder zu verbessern. Der Postmarkt dürfe nicht liberalisiert werden.

Die Gewerkschaft weist auf den sozialen Auftrag und die regional-politischen Erfordernisse hin: Deshalb müsse das Monopol der Post erhalten bleiben. Wo dieses gelockert werde, seien Beiträge der öffentlichen Hand zu prüfen. Die Einführung einer Postbank sei wünschenswert.

In den nächsten fünf Jahren will die Post bis zu 900 Poststellen schliessen. Damit sollen die Verluste aus dem Netz von 500 Mio. Franken pro Jahr um rund einen Fünftel sinken.

Keine Kündigungen beim Putzpersonal

Die Konzernleitung der Post hat ihrerseits beschlossen, die Reinigung und Instandhaltung der Gebäude nicht auszulagern. Es soll also wenigstens hier keinen Stellenabbau geben.

Das Reinigungs-Wesen soll modernisiert werden: In ihren eigenen und in den gemieteten Gebäuden will die Post auf Öko-Reinigung umstellen. Durch den Gebrauch von Microfaser-Tüchern soll auf Reinigungsmittel und Zusatzstoffe verzichtet werden. Ein erstes Pilotprojekt findet in Bern statt.

swissinfo und Agenturen

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