Calmy-Rey gegen den Hunger
Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat die Regierungen in aller Welt zu mehr Anstrengungen im Kampf gegen den Hunger aufgerufen. Das Recht auf angemessene Ernährung sei ein Menschenrecht, betonte die Aussenministerin am Samstag in Bern.
Mehrere hundert Menschen folgten einem Aufruf der «Allianz gegen den Hunger» und demonstrierten zum Welternährungstag auf dem Bundesplatz. Das Motto lautete «Act now» (Jetzt handeln).
Die Kundgebung bei nass-kalter Witterung begann mit einer Performance: Um 15.59 Uhr heulte eine Sirene auf, worauf die Kundgebungsteilnehmer für eine Schweigeminute in die Hocke gingen. Mit der Aktion wollten sie ein «Mahnmal gegen den Welthunger» setzen.
«Hunger ist kein Schicksal», rief Bundesrätin Calmy-Rey den Kundgebungsteilnehmern zu. Es liege an den Regierungen, mit kluger Politik den Hunger zu bekämpfen, der täglich 24’000 Menschen das Leben koste.
Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen den Hunger sei eine verlässliche Entwicklungszusammenarbeit mit langfristigen Partnerschaften, betonte die Aussenministerin. Sie warb zugleich für den Plan des Bundesrats, mehr Geld für die öffentliche Entwicklungshilfe bereitzustellen.
Die Landesregierung möchte den Anteil des Bruttonationaleinkommens, der für die Entwicklingshilfe verwendet wird, bis 2015 schrittweise auf 0,5% erhöhen. 2009 betrug er 0,47%. Das letzte Wort hat das Parlament.
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