Erfolgreiche Petition zum Schutz des Wolfes
In gut drei Monaten hat die "Gruppe Wolf Schweiz" 25'000 Unterschriften für ihre Petition "für den Schutz des Wolfes" gesammelt. Gefordert wird besonders, dass die Schweiz nicht aus der Berner Konvention austritt.
Das internationale Abkommen erklärt den Wolf zum geschützten Tier. Nach dem Willen des Nationalrats soll die Schweiz darin einen Vorbehalt anbringen, damit der Wolfsschutz gelockert werden kann. Allenfalls soll die Schweiz auch ganz austreten.
Der Schutz des Wolfes dürfe nicht weiter abgeschwächt werden, heisst es in der Mitteilung der «Gruppe Wolf Schweiz» vom Mittwoch. Schon heute würden jedes Jahr Wölfe abgeschossen. Der Schutz reiche zudem kaum aus, dass sich der Wolf in der Schweiz wiederansiedeln könne, während im Ausland bereits Rudel entstanden seien.
Die Bauern sollen sich laut der Gruppe besser um ihre Tiere kümmern, die in ungeschützten Weiden leben. Jährlich verunglücken bis zu 10’000 Schafe während der Sömmerung. Zum Vergleich: Wölfe rissen in diesem Jahr weniger als 100 Schafe.
Es erstaune nicht, dass eine Petition zum Wolf Erfolg habe, wird David Gerke, Präsident der Gruppe, in der Mitteilung zitiert. Laut Umfragen geniesse die Wiederansiedlung des Wolfes breiten Rückhalt in der Bevölkerung.
Beflügelt vom Zuspruch für ihre Petition fasst die «Gruppe Wolf Schweiz» auch ein Referendum ins Auge, falls der Wolfsschutz aufgehoben würde. Dazu müssen in der Schweiz innert 100 Tagen 50’000 gültige Unterschriften gesammelt werden.
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