Strasse und Bahn bei Därligen besser vor Naturgefahren geschützt
Mit neuen oder vergrösserten Geschiebesammlern schützt der Bund die A8 zwischen Spiez und Interlaken besser vor Naturgefahren. Auch die nahe Bahnlinie der BLS profitiert davon.
(Keystone-SDA) Rund dreihundert Kilometer des Nationalstrassennetzes sind nach Angaben des Bundesamts für Strassen (Astra) Naturgefahren ausgesetzt. Dazu gehört auch die A8 zwischen Därligen und Interlaken. Nebst Steinschlag besteht die Gefahr von Hochwasser und Murgängen vom Därliggrat.
Um die Risiken zu verkleinern, setzt der Bund verschiedene Massnahmen um, wie das Astra am Dienstag mitteilte. Nebst den neuen und erweiterten Geschiebesammlern werden auch Rückhaltebecken vergrössert und neue Leitdämme erstellt. Der Bund hat das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Bahnunternehmen BLS erstellt, dessen Linie in unmittelbarer Nähe verläuft.
Vor rund einem Jahr starteten die Vorbereitungsarbeiten, nun stehen die Arbeiten am ersten Baulos kurz vor der Fertigstellung. Bei zwei Gräben östlich und oberhalb des Rastplatzes Därligen wurden zwei neue Geschiebesammler mit einem Rückhalteraum von 1600 respektive 1700 Kubikmetern gebaut. Sie schützen Bahn und Strasse vor einem Ereignis wie es statistisch alle 30 bis 100 Jahre vorkommt.
Die Arbeiten am nächsten Baulos sind vor Kurzem ebenfalls gestartet. Der Abschluss aller Arbeiten ist für Ende 2027 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Franken, wobei das Astra rund 70 und die BLS rund 30 Prozent übernehmen.