Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Der Bundesrat verzichtet vorläufig darauf, die Zertifikats-Pflicht auszuweiten. Derweil erschweren Länder aufgrund der hohen Fallzahlen vermehrt die Einreise aus der Schweiz.
Beste Grüsse aus dem Homeoffice
Der Bundesrat verzichtet vorerst auf eine Ausweitung des Covid-Zertifikats, behält sich aber vor, zu reagieren, falls sich die Situation in den Spitälern verschlimmert.
Da sich die Dynamik der Pandemie in der Schweiz in den letzten Tagen etwas abgeschwächt hat, hat der Bundesrat an der heutigen Sitzung (noch) keinen Entscheid zur Ausweitung der Zertifikats-Pflicht gefällt. Die Zahl der Spitaleinweisungen ist zwar hoch, hat in der letzten Woche aber nicht mehr zugenommen.
Die Kantone und Sozialpartner unterstützen eine allfällige Ausweitung, um eine Überlastung der Spitäler zu verhindern. Das gibt dem Bundesrat die Freiheit, zu reagieren, sobald sich die Situation wieder verschlechtern sollte.
Einen Entscheid gefällt hat der Bundesrat dagegen bei der Unterstützung des Schweizer Tourismus: Insgesamt 60 Millionen Franken zusätzliche Hilfe sprach das Gremium gut. «Wir konzentrieren uns auf den Städte- und Geschäftstourismus«, so Bundespräsident Guy Parmelin. In den Städten seien die Tourismuszahlen besonders stark eingebrochen.
- Die Zusammenfassung der MedienkonferenzExterner Link bei SRF News.
- Der Tages-Anzeiger legt den Fokus auf Parmelins Appell an den Zusammenhalt des LandesExterner Link.
- Die aktuellsten Zahlen zur Pandemie in der Schweiz finden Sie wie immer hier bei uns.
Apropos Tourismus: Hochrisikoland Schweiz? Während der Bundesrat mit neuen Corona-Massnahmen zuwartet, schränken immer mehr Länder die Einreise aus der Schweiz ein.
Die hohen Covid-Fallzahlen in der Schweiz sind den Gesundheitsbehörden im Ausland nicht entgangen. Das hat Konsequenzen für Personen aus der Schweiz, die ins Ausland reisen wollen.
Tschechien, Norwegen, Litauen oder Rumänien etwa haben die Schweiz in den vergangenen Wochen auf ihre Risikoliste gesetzt. Häufig einher geht das mit Quarantänepflichten bei der Einreise.
Im Vergleich zur Situation vor einem Jahr können aus der Schweiz deutlich mehr Länder angesteuert werden – vorausgesetzt, man ist geimpft. Die Herbstferien im Ausland plant man wohl besser eher kurzfristig und mit Option auf Rückerstattung.
- Die Aargauer Zeitung gibt hierExterner Link eine Übersicht über die Reiseeinschränkungen.
- Will man dagegen in die Schweiz reisen, empfiehlt sich ein Blick auf die Risikoliste des BundesExterner Link.
Mehr
Ein frauenfeindliches Transparent beim Fussballderby Winterthur gegen Schaffhausen sorgte 2019 für Aufregung bis in hohe Kreise der Politik. Gestern wurden die jungen Männer freigesprochen.
«Winti Fraue figgä und verhaue» stand auf dem Banner, das die Schaffhausen-Fans 2019 bei einem Match gegen den FC Winterthur in der Hand hielten. Damit zogen die jungen Männer den Zorn von höchster Stelle auf sich: Die Zürcher Justizministerin sah im Transparent einen klaren Aufruf zur Gewalt gegen Frauen.
Die Staatsanwaltschaft sah das ähnlich und klagte wegen öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalttätigkeit. Um an der Verhandlung persönlich teilzunehmen, war der Fall dem Staatsanwalt dann wohl doch zu schwach.
Gestern wurde die Gruppe freigesprochen. Zwar sei der Spruch moralisch nicht tolerierbar, aber: «Keiner wäre auf die Idee gekommen, tatsächlich Gewalt gegen Frauen anzuwenden«, so der Richter.
- Der BlickExterner Link war beim Prozess dabei.
- Der Winterthurer Sender Radio Top berichtet hierExterner Link.
- SRF News stellte sich angesichts der vielen Vorfällen um Rassismus und Homophobie die grundsätzliche Frage: Wie unkritische können wir heute noch Fussball konsumieren?Externer Link
Mehr
Kaum ein Thema lässt in der Stadt Basel derart die Wogen hochgehen wie Roma-Bettler:innen. Das online Magazin Bajour hat sich nun gefragt: Wie nehmen eigentlich sie die Stadt wahr?
Im Juni 2020 fiel in Basel das Bettelverbot. Die Folge: Zahlreiche Roma-Familien kamen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Politik und Bevölkerung waren überfordert mit der plötzlich sichtbaren Armut und es war schnell klar: Die Bettler:innen müssen wieder weg!
Ab heute tritt nun ein neues Bettelverbot in Kraft. Das nahm das Basler online Magazin Bajour zum Anlass, bei den Roma ihre Meinung zur Stadt einzuholen, denn: «Es gibt wohl wenig Geschäftsreisende, welche die Kulturmetropole Basel so gut kennengelernt haben wie die Roma.»
In bester TripAdvisor-Manier durften die befragten Sternchen in verschiedenen Kategorien verteilen. Das Urteil? «In Sachen Sauberkeit ist Basel top, bei der Mentalität der Einheimischen und dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Dienstreisenden gibt’s Luft nach oben», fasst der Artikel zusammen.
- Den ganzen unterhaltsamen Bajour-Beitrag zu diesem ernsten Thema gibt es hierExterner Link.
- SRF News: Basel-Stadt führt Bettelverbot wieder einExterner Link
- Welche Regeln gelten ab heute?Externer Link Die Basler Zeitung erklärt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards