Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Sind sie in Ihrem Wohnland auch in einem Verein aktiv? Die Schweiz gilt ja als Land der Vereine schlechthin: Von Fussball- oder Volleyballvereinen bis hin zum Klub langer Menschen oder der Vereinigung zum Schutz der Gartenzwerge ist hierzulande für jede und jeden etwas dabei.
Doch gerade Sportvereine sehen sich zunehmend mit einem Problem konfrontiert: In der Schweiz herrscht Hallenmangel. Welche Lösungen betroffene Vereine für sich finden, lesen Sie in diesem Briefing.
Gute Lektüre!
Der Schweizer Aussenminister Ignazio Cassis traf sich heute mit dem russischen Aussenminister Sergei Lawrow in Moskau.
Gleich zu Beginn des Treffens betonte Cassis, er spreche nicht im Namen der Schweiz, sondern in seiner Funktion als Vorsitzender der OSZE: «Wir sind hier, um Türen zu öffnen.»
Im Vorfeld des Treffens betonte Laurent Goetschel, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Basel gegenüber SRF, dass man von diesem Besuch in Moskau nicht zu viel erwarten dürfe. Dies vor allem, weil die OSZE – die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – an Gewicht verloren habe. Dennoch sei die Reise bedeutend, um die Rolle der Organisation nach einem möglichen Waffenstillstand vorzubereiten, sagt Goetschel.
Beide Parteien haben sich bereits nach dem Treffen kurz dazu geäussert. Sergei Lawrow erklärte, dass die OSZE in «Gefahr der Selbstzerstörung» gerät. Dennoch schätze Moskau das Interesse der Schweiz, die dieses Jahr den Vorsitz der Organisation innehat, an einer Wiederaufnahme des Dialogs mit der Russischen Föderation.
Aussenminister Ignazio Cassis schrieb auf der Plattform X, man habe die Notwendigkeit eines Dialogs und eines inklusiven Multilateralismus zur Beendigung des Krieges erörtert. Weiter sei diskutiert worden, wie die OSZE als Plattform dienen könne, um dies zu erleichtern und um die Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine zu unterstützen, der auf dem Völkerrecht basiere. Eine Medienkonferenz zum Treffen ist am späten Nachmittag geplant.
Am 8. März stimmt die Schweiz über vier Vorlagen ab. Inhalt, Argumente und Analysen dominieren die Berichterstattung, aber heute geht es um die Finanzierung der Abstimmungskampagnen.
Wie die heute veröffentlichten Angaben der Eidgenössischen Finanzkontrolle zeigen, floss am meisten Geld in Bezug auf die SRG-Initiative. Diese will die Medienabgabe von heute 335 Franken auf 200 Franken pro Jahr senken. Dabei deklarierten die Gegner:innen für ihre Abstimmungskampagne Einnahmen von 3,88 Millionen Franken – doppelt so viel wie die Befürworter:innen, die 1,89 Millionen Franken zur Verfügung haben.
Die SP und der Verein Souveräne Medien Schweiz tragen gut die Hälfte der Mittel des Nein-Lagers. Weiteres Geld kommt unter anderem von der Vereinigung «Unsere Filme retten» oder dem Sportkomitee gegen die Halbierungsinitiative. Beim Ja-Lager stammen gut drei Viertel der zur Verfügung stehenden Gelder von der IG SRG-Initiative «200 Franken sind genug», die aus Kreisen der SVP, den Jungfreisinnigen und des Schweizerischen Gewerbeverbands zusammengesetzt ist.
Weniger Geld wird in die Kampagnen der weiteren drei Abstimmungen investiert. Bei der Klimafonds-Initiative hat das Nein-Lager mit 1,4 Millionen Franken ein doppelt so grosses Budget wie die Seite der Befürworter:innen. Unter der Millionengrenze bleiben die Budgets bei der Individualbesteuerung: 550’000 Franken stehen dem Pro-Lager zur Verfügung, die Gegner:innen investieren 388’000 Franken. Zur Bargeld-Initiative sind laut der Eidgenössischen Finanzkontrolle keine Budgetzahlen eingegangen.
Die Schweiz kennt seit 2023 Transparenzregeln bei der Politikfinanzierung. Diese gelten etwa für Kampagnen bei nationalen Wahlen und Abstimmungen. Kampagnen, die mehr als 50’000 Franken ausgeben, müssen ihre Gesamteinnahmen und alle Spenden über 15’000 Franken offenlegen.
Entwarnung in Brienz: Das Bündner Bergdorf ist nicht nur wieder für alle Menschen zugänglich, es kann auch wieder längerfristig sicher bewohnt werden. Für alle, die ihre Zukunft andernorts sehen, läuft das Umsiedlungsprojekt weiter.
Die Gefahrenlage habe sich verändert, sagen Expert:innen. Folglich würde in den nächsten Jahren keine lange Evakuierung mehr drohen. Laut Geologe Reto Thöny sei dies auf zwei Punkte zurückzuführen: der Erfolg eines neuen Entwässerungsstollens und die Felsstürze im vergangenen November.
Wer für sich trotzdem keine Zukunft mehr in Brienz sieht, kann wegziehen. Die zuständige Gemeinde Albula hält am Umsiedlungsprojekt fest. Die Betroffenen haben bis zum 9. März Zeit, sich für eine Umsiedlung anzumelden. Jene, die sich bereits angemeldet haben – es handelt sich dabei um rund einen Drittel der Bevölkerung –, haben die Möglichkeit, ihren Entscheid aufgrund der neuen Erkenntnisse zu überdenken.
Allerdings gibt es auch Kritik am Umsiedlungsprojekt, etwa wegen den bürokratischen Hürden für den Wegzug oder wegen den finanziellen Bedingungen. Der Blick schreibt von einem Betroffenen, der sich ungerecht behandelt fühlt, weil ihm an einem neuen Standort nicht gleich viel Land angeboten werden kann.
Die bis zu 100’000 Vereine gehören sozusagen zur DNA der Schweiz. Doch gerade Sportvereine sehen sich mit einem neuen Problem konfrontiert: Hallenmangel.
Ob Unihockey, Handball oder Volleyball: In der Schweiz fehlt es vielerorts an Turnhallen für die sportliche Ausübung. Wie Auswertungen von CH Media zeigen, harzt es mit Neubauten. Seit den 1970er-Jahren wurden immer weniger neue Hallen gebaut, in den letzten 25 Jahren gingen im Schnitt rund 40 pro Jahr in Betrieb. Gleichzeitig wächst die Zahl der Sporttreibenden, was den Druck auf die Sportstätten erhöht.
Deswegen haben sich Sportverbände wie Swiss Volley, Swiss Unihockey oder der Schweizerische Turnverband zu einer Arbeitsgruppe zusammen. Ihr Ziel: Die bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen.
Abhilfe könnten beispielsweise längere Öffnungszeiten schaffen, was allerdings wiederum zu längeren Arbeitszeiten für Hauswart:innen führt. «Je später es wird, desto unattraktiver wird der Job des Abwarts – und desto höher fallen Lohn- und Nachtzuschläge aus», sagt Florian Mathys, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Sportämter. Hier könnte die Einführung automatischer Schliesssysteme weiterhelfen, doch «hier sind wir noch nicht so weit, wie wir sein könnten».
Andere Ansätze der Sportvereine betreffen das Training direkt, so können Kraftübungen, Aufwärmen oder Besprechungen auf den Gang verlegt werden. Oder es wird über die klassischen Turnhallen hinausgedacht: Bereits heute stellt die Armee lokalen Vereinen gewisse Sportanlagen zur Verfügung und auch die Migros-Tochter Miduca hat am Standort Zürich beim kantonalen Sportdachverband ein unverbindliches Unterstützungsangebot deponiert.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards