Weniger Telefon-Betrugsversuche nach Massnahmen gegen Spoofing
Die Zahl der betrügerischen Anrufe im Namen von Behörden ist deutlich gesunken. Das Bundesamt für Cybersicherheit sieht die erweiterte Kennzeichnungspflicht für Anrufe aus dem Ausland unter gespooften, also angeblichen Schweizer Nummern als Grund.
(Keystone-SDA) Von Januar bis Juni 2026 gingen regelmässig über 400 Meldungen pro Monat zu Telefon-Betrugsversuchen im Namen von Behörden ein, wie das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) am Montag mitteilte. Im Juli waren es weniger als hundert.
Das Bundesamt sieht als Grund die am 1. Juli auf Handynummern ausgeweitete Kennzeichnungspflicht für Anrufe aus dem Ausland unter einer gespooften Schweizer Nummer. Beim Spoofing täuschen Anrufer – oft aus dem Ausland – eine korrekte Schweizer Nummer vor, etwa einer Bank oder einer Polizeistation, und wecken so Vertrauen.
Schon seit Anfang 2026 gilt die Kennzeichnungspflicht für Festnetznummern. Sie habe bereits etwas bewirkt, so das Bacs. Telekomanbieter müssen verdächtige Anrufe als «unbekannt» kennzeichnen oder blockieren.