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Deutliche Warnung vor neuer Finanzkrise

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) warnt mit deutlichen Worten vor der Gefahr einer neuen Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Krise von 2008 und Anfang 2009 könnte sich laut BIZ durch einen Schock beliebiger Grössenordnung wiederholen.

«Verbleibende Schwächen des Finanzsystems zusammen mit den Nebenwirkungen der anhaltenden Intensivbehandlung drohen einen Rückfall des Patienten zu verursachen und die Reformbestrebungen zu untergraben», schreibt die auch als Bank der Notenbanken bekannte BIZ mit Sitz in Basel in ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht.

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten in der ersten Jahreshälfte hätten die geringe Stabilität des Finanzsystems in der industrialisierten Welt deutlich gemacht, heisst es in der Analyse von Weltwirtschaft und Finanzsystem.

Das sei umso gefährlicher, da der Spielraum für wirtschaftspolitische Massnahmen enger geworden sei, sagte BIZ-Generaldirektor Jaime Caruana. Gefordert seien deshalb eine rasche Sanierung der Staatshaushalte und eine geldpolitische Kehrtwende der Notenbanken.

Die Regierungen müssten die Neuverschuldung dringend reduzieren und strukturelle Reformen durchführen, um langfristig auch die Gesamtverschuldung in den Griff zu bekommen.

Welche Risiken für die Stabilität der Finanzmärkte und für die Wirtschaft durch hohe Schuldenberge drohten, hätten die Probleme in der Euro-Zone und namentlich in Griechenland gezeigt.

Die BIZ warnt davor, es bei Reparaturarbeiten an der Finanzarchitektur zu belassen und eine Renovierung des beinahe zusammengebrochenen Systems auf die lange Bank zu schieben.

Zwar hätten die Banken die Gewinnzone wieder erreicht und ihre Fremdkapitalanteile abgebaut, dennoch blieben Zweifel an der Nachhaltigkeit.

Die Basler Ökonomen hatten bereits Jahre vor Ausbruch der Finanzkrise Mitte 2007 vor einer Überhitzung am US-Immobilienmarkt und einer weltweiten Kettenreaktion gewarnt.

swissinfo.ch und Agenturen

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