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Euro-Käufe drücken auf Quartalsgewinn

Die massiven Euro-Käufe gegen die Aufwertung des Frankens drücken auf das Quartalsergebnis der Schweizerischen Nationalbank (SNB): Ihr Gewinn sank in den ersten drei Monaten auf 1,5 Mrd., nach 4,8 Mrd. Franken in der Vorjahresperiode. Dafür gewann die SNB mit UBS-Papieren dazu.

Dieser Inhalt wurde am 14. Mai 2010 - 11:30 publiziert

Der sinkende Wechselkurs brockte der SNB einen Bewertungsverlust von knapp 3 Milliarden auf den riesigen Euro-Vorräten ein. Im ersten Quartal stiegen die Euro-Bestände wegen der massiven Käufe von 37 auf 56,4 Milliarden. Wenn die SNB ihre Bilanz zu stark mit ausländischen Devisen aufbläht, wächst das Inflationsrisiko.

Aufgefangen werden die Euro-Verluste durch bessere Bewertungen der Dollar-Bestände, Zinsen- und Dividenden-Erträge und Kursgewinne auf Obligationen.

Stark gestützt wird das Ergebnis vom steigenden Goldpreis: Das Edelmetall in den Tresoren der Währungshüter wird um 1,3 Milliarden besser bewertet. Vor einem Jahr hatten die Goldreserven der SNB allerdings noch einen Bewertungsgewinn von 4 Milliarden verschafft.

Positiv entwickelte sich der Stabilisierungsfonds, in den ab Oktober 2008 faule Papiere der Grossbank UBS ausgelagert wurden. Zwischen Anfang Januar und Ende März konnten UBS-Papiere für 1,1 Mrd. Dollar verkauft werden.

Das Marktumfeld für die Papiere habe sich verbessert, so die SNB. Unter dem Strich lieferte der Stabilisierungsfonds 900 Mio Fr. an das SNB-Ergebnis. Auf die Möglichkeit, zum Ausgleich eventueller Verluste des Fonds 100 Mio. UBS-Aktien zu erwerben, können die Währungshüter im Moment verzichten.

Dadurch fliessen knapp 500 Mio. Fr. an die SNB zurück, die Ende 2009 im Zusammenhang mit der Verlustabsicherung durch UBS-Aktien eingesetzt werden mussten.

swissinfo.ch und Agenturen

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