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Das Krabbeln von Pro Natura

Tier als Symbol: die Waldameise. www.pronatura.ch

Die Naturschutz-Organisation Pro Natura hat die Waldameise zum Tier des Jahres 2002 erklärt - mit politischen Hintergedanken.

Zum ersten Mal hat ein Insekt den Titel «Tier des Jahres» erhalten. Die Wahl erfolgte nicht allein aufgrund naturschützerischer Überlegungen. Sie hat auch politische Hintergründe: Pro Natura arbeitet momentan an der Kampagne für einen neuen Nationalpark – und da kommt der Naturschutz-Organisation der Symbolwert der Waldameise zupass.

Die Naturschutzorganisation glaubt, dass der Ameisen-Staat eine Vorbildwirkung für die Gründung eines neuen Schweizer Nationalparks übernehmen könne. Die kleine Waldameise zeige, dass viele kleine Tiere gemeinsam etwas Grosses schaffen könnten, schreibt Pro Natura. Genau dieses Denken brauche es bei der Gründung eines neuen Nationalparks in der Schweiz.

Potenzielle Gefährdung

Pro Natur begründet ihre Wahl aber auch mit dem Argument des Naturschutzes: «Ameisen spielen im Ökosystem Wald eine wichtige Rolle, und die Nester sind potenziell gefährdet», sagt der Pro Natura Artenschutzexperte Urs Tester. Der Schutzstatus solle die Leute dazu bewegen, auf die Bauten der Insekten Rücksicht zu nehmen.

Die Insekten seien nicht einfach lästige Krabbelviecher, die einem das Picknick in der freien Natur schwer machen würden, schreibt Pro Natura. Wer sich mit ihnen befasse, entdecke dabei Erstaunliches. So sei beispielsweise die Kommunikation mittels Duftstoffen besonders ausgefeilt.

Immer wieder Symboltiere

In den vergangenen Jahren waren jeweils bedrohte Arten wie Biber, Laubfrosch und Luchs zu Symboltieren ernannt worden. Der «König der Lüfte», das Tier des Jahres 2001, sollte auf die bereits erzielten Erfolge im Naturschutz hinweisen.

swissinfo und Agenturen

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