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Genf: Teilchen-Beschleuniger wieder hochgefahren

Der weltgrösste Teilchenbeschleuniger im Europäischen Kernforschungszentrum (CERN) in Genf ist nach rund einjährigen Reparatur-Arbeiten wieder hochgefahren worden.

In der Nacht zum Samstag wurden erstmals wieder Protonenstrahlen in den 27 Kilometer langen runden Tunnel des Teilchenbeschleunigers (Large Hadron Collider, LHC) geschickt, teilte CERN-Sprecher James Gillies mit.

Nachdem Pannen den Erststart des spektakulären Projektes im Sommer
2008 zum Fiasko hatten werden lassen, sei nun alles nach Plan gelaufen.

Tatsächlich floss der erste Protonenstrahl neun Stunden früher als
erwartet: «Wir mussten einige Wissenschaftler zurückrufen, sie waren schon nach Hause gegangen», sagte Gillies. Wenige Stunden später wurde ein zweiter Protonenstrahl in entgegengesetzter Richtung auf den Weg gebracht, der entscheidende Schritt für die Protonenkollision.

Gillies feierte die Wiederinbetriebnahme als wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu den ersten Experimenten, die im kommenden Jahr durchgeführt werden sollen. Die Forscher erhoffen sich von der Anlage Antworten auf grundlegende Fragen nach der Entstehung und dem Aufbau des Universums.

Die Strahlen am Freitag seien mit relativ geringer Energie ins Rennen geschickt worden, teilte Gillies mit. Eine baldige Beschleunigung sei jedoch geplant.

swissinfo.ch und Agenturen

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