Unwetter: Chaos und Schäden in Millionen-Höhe
Schwere Regenfälle und Hagel haben in der Nacht auf Samstag (05.05.) in der Ostschweiz massive Schäden in sechs- bis siebenstelliger Höhe verursacht. Am stärksten betroffen waren die Region Gossau und das Oberthurgau.
Die Autobahn A1 war zeitweise bis zu einem Meter überflutet und wurde am Freitagabend für vier Stunden gesperrt. Auf einzelnen Strassen musste eine 30 bis 40 Zentimeter dicke Schicht von Hagelkörnern mit Schneepflügen beseitigt werden. Die Bahnlinie Sulgen – Gossau wurde ebenfalls unterbrochen, ein erster Abschnitt konnte am Samstagmorgen wieder in Betrieb genommen werden.
Im Kanton St. Gallen gingen rund 900 Notrufe ein, wie die Kantonspolizei mitteilte. Dutzende von Kellern, Tiefgaragen und Parterrewohnungen wurden überschwemmt.
Feuerwehr im Dauer-Einsatz
Im Oberthurgau und in der Region Kreuzlingen und Tägerwilen musste die Feuerwehr bis nach Mitternacht rund hundert Mal ausrücken. Verschiedene Bäche traten über die Ufer, in Egnach führte der Wilerbach Hochwasser. Meist mussten die Feuerwehrleute vollgelaufene Keller und überschwemmte Gebäude auspumpen.
Die SBB-Linie zwischen Hauptwil und Bischofszell bleibt wegen eines abgerutschten Bahndammes während rund einer Woche unterbrochen.
swissinfo und Agenturen
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