WWZ steigert Gewinn im ersten Halbjahr trotz Umsatzrückgang
Der Zuger Energieversorger WWZ hat im ersten Halbjahr 2026 trotz tieferer Umsätze deutlich mehr verdient. Zwar gab es tiefere Strom- und Gaspreise sowie einen geringeren Gasabsatz, doch legte insbesondere der Absatz mit Fernwärme und E-Mobilität zu.
(Keystone-SDA) Der Nettoerlös sank im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent auf 146,5 Millionen Franken, wie WWZ am Dienstag mitteilte. Das Betriebsergebnis legte dagegen um 22 Prozent auf 18,2 Millionen Franken zu. Unter dem Strich erhöhte sich der Konzerngewinn um 30 Prozent auf 20,2 Millionen Franken.
Zum Gewinnanstieg trug insbesondere ein deutlich höheres Finanzergebnis bei. Dieses belief sich auf 4,2 Millionen Franken und profitierte laut WWZ von der positiven Börsenentwicklung und höheren Beteiligungserträgen.
Stromabsatz auf Vorjahresniveau
Im Stromgeschäft blieb der Absatz insgesamt auf Vorjahresniveau. Wegen tieferer Energiepreise ging der Nettoerlös im Segment Elektrizität jedoch um 16 Prozent zurück. Deutlich stärker entwickelte sich das Geschäft mit Fernwärme und -kälte: Der Absatz erhöhte sich um 21 Prozent auf 52 Gigawattstunden. Auch im Bereich E-Mobilität verzeichnete WWZ hohe Wachstumsraten.
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen weiterhin einen guten Geschäftsverlauf. Im Segment Elektrizität dürfte das Ergebnis wegen der tieferen regulatorischen Verzinsung und der Auswirkungen des neuen Energiegesetzes allerdings unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Telekomgeschäft rechnet WWZ dagegen mit einem Ergebnis deutlich über dem Vorjahr.